Das neue Auto wurde den Groß Muckrowern von Friedlands Bürgermeister Thomas Hähle, Stadtbrandmeister Steffen Krüger und dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Karsten Radlow überreicht. So wurde pünktlich zur Weihnachtszeit, endlich Wirklichkeit, worauf die Muckrower lange warten mussten. Obwohl das vorherige Tanklöschfahrzeug ursprünglich als Übergangsfahrzeug für den östlichsten Feuerwehrstützpunkt der Stadt gedacht war, stand es den Groß Muckrowern elf Jahre lang treu zur Seite. Zuletzt wurden die Aufwändungen für Wartung und Reparaturen immer unwirtschaftlicher. Fördermöglichkeiten für die Finanzierung eines neuen Tankers taten sich nicht auf. "Umso stolzer sind wir heute, dass wir es trotzdem geschafft haben und das Fahrzeug zu 100 Prozent aus unserem eigenen Haushalt finanzieren konnten" so Hähle. Die Stadt ließ sich dieses immerhin 330 000 Euro kosten. Das neue Auto hat ein Fassungsvermögen für 4000 Liter Löschwasser und einen umfangreichen technischen Hilfeleistungssatz für verschiedene Einsatzarten, sowie eine Beleuchtungsanlage an Bord. Es bietet Platz für einen Fahrer und fünf weitere Besatzungsmitglieder.
Nach dem offiziellen Teil konnten alle Anwesenden das Fahrzeug und die Bestückung rundum betrachten und es wurden auch Rundfahrten angeboten. Im Feuerwehrhaus wartete ein kleiner Imbiss. Dort stand auch ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum, auf deren Spitze - ganz im Zeichen der Florianjünger - eine Feuerwehrspritze steckte.
Friedlands Partnerstadt Korfantów (Friedland in Oberschlesien, heute Polen) hat das ausgemusterte Fahrzeug der Groß Muckrower erhalten. Bei der Abholung in Friedland erschien Korfantóws Bürgermeister Janusz Wódcik persönlich. Er nahm die Fahrzeugschlüsssel von Hähle entgegen. "Die Anforderungen an die Feuerwehrfahrzeuge in Deutschland sind sehr hoch, so dass wir es hier ohne hohe Investitionen nicht hätten weiter einsetzen können," so Friedlands Stadtoberhaupt. Trotz alledem befinde sich das Fahrzeug aber noch in einem gepflegten und technisch guten Zustand, der weit über dem vieler polnischer Einsatzfahrzeuge liege.
Die mitgereisten polnischen Feuerwehrleute zeigten sich sehr zufriedenen mit ihrer neuen Errungenschaft. "Mit der Weitergabe des Fahrzeuges ist uns allen gedient", so Hähle. "Wir Friedlands sind füreinander da und helfen uns gegenseitig. Das ist gelebte Partnerschaft, die nicht nur auf dem Papier existiert".
Korfantóws Bürgermeister Janusz Wódcik und seine Delegation mussten viel Zeit mitbringen, denn Stadtbrandmeister Steffen Krüger und Roland König, Löschgruppenführer der Löschgruppe Groß Muckrow, erklärten geduldig die Beladung und die Funktionsweise des Fahrzeugs. An Bord hatte es 200 Kopfkissen, gespendet vom Hotel Arosa in Bad Saarow. Diese werden in Korfantów und Mieroszów in sozialen Einrichtungen verteilt.
Auf dem Rückweg machten die Polen noch einmal in Groß Muckrow Halt und versprachen ihren Muckrower Kollegen, ihr altes Auto anlässlich eines Besuchs in Korfantów gerne für eine Spritztour auszuleihen.