Moritz ist vor knapp vier Jahren an einem Schalttag geboren, am 29. Februar. Diesen Tag gibt es im Kalender aber nur alle vier Jahre . Deswegen ist am Montag sein erster richtiger Geburtstag. An seinem zweiten offiziellen Geburtstag im Jahre 2020 wird er acht - und an seinem zehnten Geburtstag schon 40 sein!
Schaltjahr-Kinder werden in Jahren ohne 29. Februar aber natürlich trotzdem ein Jahr älter. Wann man feiert, kann sich die Familie selber aussuchen. Die meisten machen es so wie Moritz' Eltern und feiern am 1. März. "Ich finde das logischer", sagt Mutter Anika, "weil er am 28. Februar ja noch nicht da war."
Der erste richtige Geburtstag ist für sie schon etwas Besonderes, erzählt sie; Moritz ist es eigentlich ziemlich egal. Was ein Schaltjahr ist, weiß er noch nicht - klar, mit vier ist er noch zu klein dafür.
Ein Schaltjahr-Kind zu sein, ist etwas Besonderes; etwa 55 000 Menschen in ganz Deutschland haben an diesem besonderen Tag Geburtstag, weniger als an jedem anderen Tag. Als Moritz zur Welt kam, war er in dem Tag im Krankenhaus das einzige neugeborene Kind.
Was für ihn selbst das Wichtigste am Geburtstag ist? "Dass Ben und Luca kommen!" Das sind zwei Freunde aus dem Kindergarten. Im vergangenen Jahr hat Moritz einen großen Traktor zum Draufsitzen bekommen, mit dem er zu Hause in Zeust (bei Beeskow) über den Hof rast. Was es am Spezial-Geburtstag gibt, ist noch geheim.
"Ich mag Puzzles und alles mit Blaulicht - Polizei und Feuerwehr", sagt er. Kein Wunder, sein Vater arbeitet in Berlin bei der Berufsfeuerwehr.
Gefeiert wird am Montag in einem Indoor-Spielplatz in Fürstenwalde. Außer seinen Freunden sind der kleine Bruder und die Großeltern eingeladen. Kuchen gibt's auch, erzählt seine Mutter - aber nur für die Gäste. Moritz mag keinen, weswegen seine vier Kerzen in einem Pfannkuchen stecken werden.