In dem harten Wettbewerb benötigte er 1:21:44 Stunden - die fünftbeste Zeit seiner Karriere. "Eine solide Leistung, mit der ich zufrieden bin, zumal ich die Olympianorm nochmals unterbieten konnte", sagt der 24-Jährige. "Um eine Top-Platzierung bei Olympia zu erreichen, muss man über sich hinaus wachsen, dazu war ich nicht in der Lage."
Die ersten Kilometer seien schwer gewesen, dann habe er aber gut ins Rennen gefunden. Zudem sei er mit einem verhaltenen Angang gut gefahren - zwischenzeitlich auf Platz51 in dem 74-köpfigen Feld. "Ein großer Dank gehört neben allen Daumendrückern dem Ärzte- und Physio-Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, das sich um mich gekümmert hat, damit ich problemfrei am Start stehen konnte", erklärt der Athlet vom SC Potsdam.
Bis heute wollte der Bundespolizist erst mal nicht gehen, sondern vor allem auf dem Rad trainieren. "Etwas das Laktat aus den Beinen fahren und dem Schienbein nach der intensiven Belastung etwas Erholung gönnen", sagt Pohle, dessen Eltern vor Ort sind. "Es war ein prima Wettkampf, wir sind stolz auf Hagen", ist sich Beatrix Pohle mit ihrem Mann Hartmut einig.
Auch in der Heimat gab es Freude, allerdings keine bewegten Bilder - weder im Fernsehen noch im Internet. "Das ist ein Unding", ärgerte sich Volker Musick, der sich gemeinsam mit Friedländer Handball-Kollegen die 20 Kilometer hatte live ansehen wollen.