Deutscher A-Jugend-Meister in der Halle über 5000 Meter und auf der Straße über 10 Kilometer war Hagen Pohle bereits in dieser Saison gewesen. Nach dem elften Platz bei den U-20-Weltmeisterschaften in Kanada über 10  000 Meter wollte er sich zum Ende des Wettkampfjahres auf jeden Fall noch ein Erfolgserlebnis holen. „Nach der Enttäuschung bei den Weltmeisterschaften in Moncton hatte ich mir den Titel fest vorgenommen. Und es hat geklappt, worüber ich mich sehr freue“, sagt der Beeskower, der sich jetzt zugleich auf zwei Wochen Ferien freut, ehe es mit dem Lernern fürs Abitur an der Potsdamer Sportschule weitergeht.
Allerdings war die Konkurrenz in Ulm für Hagen Pohle nicht sonderlich groß – nur drei weitere Sportler haben sich dem Wettkampf gestellt. Der Beeskower, der für den SC Potsdam startet, gewann am Sonntag seinen insgesamt achten Titel dann auch überlegen in 43:10,59 Minuten vor Marcel Lehmberg vom SCC Berlin (44:28,70), Max Breuer vom Erfurter LAC (51:35,86) und Kevin Franck (LG Süd Berlin/55:51,01). „Ich wäre schon gern noch etwas schneller gewesen, doch das Wichtigste für mich war der Titel“, betont Pohle.
Wenn im Herbst die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt, dann sind für den 18-Jährigen zwei Dinge besonders wichtig. „Zum einen sind das der Nachwuchs-Europacup Mitte Mai in Portugal sowie die U-20-Europameisterschaften Ende Juli in Tallinn. Bei beiden will ich noch mal versuchen, internationale Medaillen in meinen Besitz zu bringen“, sagt der U-18-Weltmeister von 2009. „Und zum anderen werde ich mich auf den Übergang zum Männer-Bereich vorbereiten, um vielleicht schon den Sprung zu den Olympischen Sommerspielen 2012 zu schaffen.“
Das heißt für den Beeskower, dass er sich wahrscheinlich schon in einem Wettbewerb über 20 Kilometer beweisen will. „Das weiß ich jetzt noch nicht so genau. Aber ich habe ja bereits in dieser Saison damit angefangen, für die längere Distanz zu trainieren“, erklärt der Geher. „Es wird nicht einfach werden, bei den Männern gleich vorn mitzugehen. Und auch die Normzeiten für internationale Wettkämpfe sind schwer zu erreichen, da muss ich mich noch steigern. Doch ich werde wie immer auch in dieser Beziehung mein Bestes geben.“