Die Renngestaltung war auf die WM-Norm ausgerichtet. In einer starken Gruppe gingen neben Pohle anfangs auch Matej Toth (Slowakei/EM-Zweiter 50 km) sowie der spätere Sieger Christopher Linke vom SC Potsdam. Dazu gehörten bis fünf Kilometer vor dem Ziel auch der Olympiazweite Erick Barondo (Guatemala), Erik Tysse (Norwegen), Caio Bonfim (Brasilien), Josè Raymundo (Guatemala) sowie Pohles Trainingskameraden Nils Gloger und Nils Brembach (beide SC Potsdam). Die 15 Kilometer passierte die Gruppe nach 1:01:22 h, das waren nur zwei Sekunden über der Durchgangszeit für die Weltmeisterschafts-Norm. Doch dann brachen Pohle, Gloger und Brembach gleichzeitig ein. "Bei mir fehlte, wie vorher befürchtet, einfach die Kraft. Das Tempo ist schon da, reicht aber noch nicht für die kompletten 20 Kilometer. Ausschlaggebend dafür ist wohl das fehlende Trainingslager im Januar", urteilt Hagen Pohle, der sich knapp vor Nils Brembach platzierte.
Dennoch stellt diese Platzierung für den Beeskower eine gute Ausgangs-Position für die kommenden Saison-Höhepunkte dar. Immerhin war es über 20 Kilometer seine viertbeste Zeit, seine persönliche Bestleistung steht bei 1:21:29 Stunden. "Im Hinblick auf die Deutsche Meisterschaft am Sonntag in Naumburg ist es für mich erfreulich, dass ich trotzdem den 2. Platz im deutschen Team, wenn auch knapp, verteidigen konnte. Nun heißt es regenerieren, denn etwas dazu trainieren oder nachbessern ist innerhalb einer Woche nicht möglich."