Die Friedländerinnen, die das erste Spiel trotz Niederlage beim LHC Cottbus II am "grünen Tisch" wegen einer nicht spielberechtigten Akteurin bei den Lausitzerinnen als Sieg gewertet bekamen, zeigten diesmal auch auf der Platte, dass sich sich einiges für die Saison in der Süd-Staffel vorgenommen haben. Beim 34:23 (19:12) gerieten die Rot-Weißen nie in Gefahr. Nach dem 5:0 (4.) führten sie immer mit vier oder mehr Toren.
Gelungener Schachzug
"Wir haben zu Beginn und dann auch je nach Situation während des weiteren Verlaufs mit einer offensiven Deckung gespielt. Der Schachzug ist aufgegangen, denn die Gegnerinnen hatten damit ihre Probleme", sagt SSV-Trainer Bernd Klinkisch, der allen Spielerinnen Einsatzzeiten gewährte. "Das war eine mannschaftlich geschlossene Leistung."
Der Grünheider SV gab erstmals in dieser Saison seine Visitenkarte in einem Punktspiel ab. In der Nord-Staffel erwarteten sie Brandenburgliga-Absteiger HSV Falkensee. "Die Anspannung bei den Spielerinnen und Trainern war hoch vor Beginn der neuen Spielzeit, denn es gilt die guten Leistungen der Vorsaison zu bestätigen", sagt GSV-Trainer Roman Hawlitzky. Bei der ersten Landespokal-Pokalrunde in Fredersdorf vor zwei Wochen war ein erster Schlagabtausch mit den Staffel-Kontrahentinnen aus Fredersdorf und eben Falkensee möglich – und die Grünheiderinnen hatten sich durchgesetzt.
Und dies bestätigten sie nun auch beim 20:18 (10:10) im ersten Punktspiel gegen den HSV Falkensee. Der GSV startete zunächst nervös in die Partie, einige Abspielfehler und nicht genutzte Wurfchancen ermöglichten den Gästen, sich kurz vor Halbzeit auf 10:8 abzusetzen. Doch Tanita Teske 40 Sekunden vor der Sirene und Mayreen Genterczewsky 20 Sekunden später trafen zum Ausgleich.
Angespornt durch die beiden späten Tore kamen die Grünheider Damen hoch motiviert aus der Kabine. In der Abwehr wurde gut verschoben und es gelang  schnell ein Vorsprung –  14:10/37. Die Frauen aus Falkensee konnten in dieser Phase kaum eine Lücke in der Grünheider Abwehr finden. Bis zum 20:12 (51.) sah alles nach einem klaren Heimsieg für den GSV aus. Doch plötzlich schien das Tor der Gegnerinnen wie vernagelt. Stück für Stück arbeitete sich der HSV wieder heran.
Beim 20:18 aus Sicht der Grünheiderinnen nahm Trainer Hawlitzky noch mal eine Auszeit, um die letzten vier Minuten zu besprechen. Doch seinem Team gelang kein weiterer Treffer. "Mit viel Leidenschaft in der Abwehr und einer starken Maria Walaszewski im Tor konnten wir aber den Erfolg sichern", erklärt der Coach. "Auf diese Leistung können wir definitiv aufbauen."
Der nächste Prüfstein wartet auf die Grünheiderinnen schon am Sonnabend, ab 14 Uhr. Da müssen sie bei der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst II ran. Die Friedländerinnen sind erst wieder am 28. September im Einsatz – ab 16 Uhr beim HV Calau.

Statistik Friedland und Grünheide

SSV Rot-Weiß Friedland: Anne Schwebe, Marie Steffens – Nancy Ciax 1, Sara Misterek 8/2, Michelle Schreiber 2, Vanessa Schreiber 14, Marily Mochow 8/2, Olivia Braden, Lea Rengers, Nancy Menning 1, Charlotte WildeSchiedsrichter: Jens-Holger Wussmann, Volkmar Hecht – Siebenmeter: SSV 4/4, HV 5/3 – Zeitstrafen: SSV 1, HV 2

Grünheider SV: Maria Walaszewski – Kristin Rothe 2, Sandra Pohle, Juliane Diederitz, Tanita Teske 2,Louisa Barke 1, Christin Boenig 4, Lea Besler 1, Mayreen Genterczewsky 2/1, Juliane Starke, Lena Pfeil 4, Lisa Hettler 4Schiedsrichter: Tim Töpel, DieterWiczak – Siebenmeter: GSV 2/1, HSV 5/3 – Zeitstrafen: GSV 1, HSV 1 red