Jahre darauf setzt er sich hin und beginnt eine Geschichte aufzuschreiben, die von Liebe und Angst gleichermaßen erzählt. Sie handelt von der Ungewissheit und der Unruhe, die zwei Personen erleben, die Tausende Kilometer voneinander getrennt sind, nicht wissend, ob dem anderen womöglich etwas zugestoßen ist, als sich das Unglück in New York ereignet: Paul wacht in seinem Bett in Berlin auf, während Laura über den Atlantik Richtung Kuba unterwegs ist. Als er den Fernseher anschaltet und die Bilder aus New York wahrnimmt, stürzt auch in ihm eine heile Welt zusammen, die ihn aus der Bahn zu werfen droht. Die Geschichte des Paares nimmt ihren Lauf und Mike Meto Mettke blickt zurück auf das Jahr 2001 und seine ersten Gedanken: "Damals war das mit den Handys noch nicht so verbreitet. Jemanden zu erreichen, war schwieriger als heute", sagt er und spricht das an, was auch sein Protagonist Paul in seinem Buch durchmacht.
Es ist der zweite Roman des 52-Jährigen, der das Schreiben für sich neben seinem Beruf als Deutsch- und Englischlehrer entdeckt hat und sich dafür gern in sein "Schreibverlies" im Keller seines Hauses in Drahendorf zurückzieht. Vor rund einem Jahr veröffentlichte er ebenfalls im Tredition Verlag sein Erstlingswerk "Bis alles Schatten wird". Darin geht es um eine Vater-Sohn-Beziehung, deren Kulissen die Spreewaldregion und das südliche Afrika sind. Bei "Herzflug" sind Berlin und Kuba die Orte, an denen Paul und Laura auf unterschiedliche Personen treffen. Auch Begegnungen im Flugzeug spielen in dem 160-Seiten-Buch eine Rolle. Ursprünglich war "Herzflug" als Kurzgeschichte angelegt, erst in den vergangenen Jahren wurde daraus ein Roman, wie der Autor erzählt, der dieses Werk seiner Frau gewidmet hat.
"Herzflug", Tredition Verlag, ISBN: 978-3-7345-5415-5