Im Zusammenhang mit der Hochwasserhilfe des Kreises hat Landrat Rolf Lindemann noch einmal an die große Hilfe erinnert, die allein den Menschen im Kreis Oder-Spree zugute kam, um die Folgen des Oderhochwassers von 1997 zu überwinden. Rund 110 Millionen DM seien es damals gewesen. Das Geld habe gereicht, um alle nicht versicherten Schäden im Kreis abzudecken.
Ja, man habe sogar noch überschüssiges Spendenaufkommen in die polnische Nachbarschaft weiterleiten können. Da sei es geradezu eine sittliche Verpflichtung, nach der Flut in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen als Kreis sichtbar in Erscheinung zu treten und zu helfen.

Kreistag stimmt der Hochwasserhilfe zu

Dieser sichtbaren Hilfe hat nun der Kreistag formhalber noch einmal zugestimmt. 200.000 Euro aus dem Kreishaushalt fließen in die Region Ahrweiler. Die Summe wächst weiter, die Sparkasse Oder-Spree hat 10.000 Euro gegeben. Außerdem hatte der Landrat auch die Bürger zu Spenden aufgerufen.
Zwar hatten zu diesem Zeitpunkt schon viele Menschen, Vereine und Kommunen bei anderen Aktionen Unterstützung geleistet, dennoch gingen bislang insgesamt rund 45.000 Euro auf dem Spendenkonto ein. Außerdem kann man in allen Filialen der Sparkasse Oder-Spree, bei der das Spendenkonto eingerichtet ist, weiter einen Hilfsbeitrag leisten.
Vor dem Kreistag schilderte Lindemann zudem, dass es die Fraktionsvorsitzenden waren, durch die die von ihm zunächst ins Spiel gebrachten 100.000 Euro aus dem Kreishaushalt einvernehmlich auf 200.000 Euro aufgestockt wurden. Zur Sitzung des Gremiums waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus Storkow, Grünheide und dem Amt Schlaubetal geladen, die zu einem Hilfseinsatz ins Hochwassergebeit ausgerückt waren. Die Einsatzkräfte gaben einen emotionalen Bericht über die Situation vor Ort, über die schwierigen Bedingungen bei den Aufräumarbeiten und die große Hilfsbereitschaft der Menschen untereinander.

Unterstützung beim Wiederaufbau einer Kindertagesstätte

Durch diesen Einsatz der Feuerwehrkräfte ist der Kreis in Kontakt zu Einrichtungen gekommen, in die nun das in Oder-Spree gespendete Geld fließen soll. An erster Stelle steht dabei der kommunale Kindergarten der Gemeinde Hönningen.
Der stand komplett unter Wasser und muss aufwändig saniert werden. Mindestens 750.000 Euro werden gebraucht. Über das Bundeshilfsprogramm kommen maximal 80 Prozent der Kosten, den Rest muss die Gemeinde selbst abdecken. Ein „schmerzender Eigenanteil“, erklärte Lindemann. Da kann man also gut helfen.

Ehrenmedaillen für die Feuerwehr

Der Landrat würdigte auch das Engagement der im Hochwassergebiet in Rheinland Pfalz eingesetzten Feuerwehrkameraden aus dem Kreis. „Sie waren gute Botschafter des Landes Brandenburg, des Landkreises und vor allem ihrer Gemeinden – und auch dieser Einsatz hat wieder einmal gezeigt, in unseren Freiwilligen Feuerwehren wird der härteste Job verrichtet, den das Ehrenamt zu vergeben hat“, sagte der Landrat. Die Kameraden erhielten von Lindemann und dem Kreistagsvorsitzenden Franz H. Berger die Ehrenmedaille des Landkreises Oder-Spree.

Ausgezeichnete Feuerwehrleute

Für ihren Einsatz im Hochwassergebiet in Rheinland-Pfalz wurden mit der Ehrenmedaille des Landkreises ausgezeichnet: Hauptlöschmeister Stephan Schulze, Feuerwehrmann-Anwärter Paul Baller, Erster Hauptbrandmeister Matthias Reinhold, Erster Hauptbrandmeister Rocco Senst, Oberlöschmeister Olaf Schilling (alle Storkow), Oberlöschmeister Rico Gerlach, Brandmeister René Petzold, Brandmeister Torsten Dahms und Brandmeister Torsten Braun (alle Schlaubetal), Hauptfeuerwehrmann René Junge, Gemeindebrandmeister Norman Elsner, Oberlöschmeister Stephan Werner, Oberlöschmeister Ingo Rudolf, Löschmeister Jan-Armin Wischnewski, Erster Hauptlöschmeister Erik Giese (alle Grünheide) und Erster Hauptbrandmeister Jens Schrandt (Schöneiche).