Die Bürgerinitiative wolle nicht länger „Staffage“ für Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Die Linke) sein. Er hatte sich vergangene Woche für die Erkundung eingesetzt, mit der die Speicherung von Kohlendioxid im Raum Beeskow/Birkholz möglich werden könnte. Wegen des Widerstandes aus der Bevölkerung hatte Christoffers selbst im Sommer vergangenen Jahres den so genannten CCS-Beirat ins Leben gerufen, ihm gehören betroffene Kommunen wie Beeskow und Bürgerinitiativen an. „Unsere Interessen sehen wir nicht gewahrt, es findet kein Dialog statt“, begründet Mike Kess den Austritt. Der Beirat sei ein Feigenblatt für den Minister, dem die Meinung der Mitglieder egal sei. „Wir erfahren mehr aus der Zeitung als aus dem Beirat“, kritisiert Kess. „Auf eine solche Mitarbeit können wir verzichten.“
Die Bürgerinitiative werde gemeinsam mit der Kirche ihre öffentlichen Aktionen verstärken. Am 27. Februar soll es einen „Flammenden Protestmarsch“ geben, bei dem sich – analog der gelben Kreuze – vier Fackelzüge von der TÜV-Akademie, vom Oegelner Bahnhof, vom Friedhof und vom Lübbener Bahnhof in Richtung Marktplatz bewegen werden.
Am Donnerstag Abend trifft sich die Beeskower Linke, um über „ihren“ Wirtschaftsminister zu richten.