"Möglichst viele Arbeiten, die mit Lärm und Staub verbunden sind, sollen jetzt in den beiden Herbstferienwochen erledigt werden, um den Unterrichtsbetrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen", sagt Schulleiter Ingolf Knobloch. Der denkmalgeschützte Physikhochbau auf dem Gelände wird in Kürze einen Anbau für die Ganztagsbetreuung in der Primarstufe mit vier Räumen, Schülerklub und Sanitäranlagen erhalten. In Vorbereitung darauf sind derzeit gerade Fachleute der Firma Elektro-Grund aus Neuzelle und dem Betrieb Heizungs- und Sanitäranlagen Calox GmbH aus Fürstenwalde dabei, Elektrokabel und Heizungsrohre zu verlegen. Das Geld für dieses Projekt kommt aus dem für Bildungseinrichtungen bestimmten Mitteln des Konjunkturprogramms II der Landesregierung. Diese Fördermittel belaufen sich auf 787 000 Euro, von denen die Stadt zehn Prozent beisteuern muss. Ebenfalls während der Ferien ist der Abriss des alten Schülerklub-Pavillons erfolgt. Der Schülerklub hat seit dem Beginn dieses Schuljahres erst einmal sein Domizil in dem neuen Erweiterungsbau des Arbeitslehrezentrums bezogen. "Das klappt dort ganz gut", freut sich Schulleiter Knobloch.
Auch das denkmalgeschützte und derzeit nicht nutzbare alte Physikgebäude selbst wird eine bauliche und energetische Sanierung erfahren. In dem Haus befinden sich zwei große Fachräume. Die dafür erforderlichen Kosten in Höhe von 305 000 Euro wird die Stadt aus dem Topf der ihr zustehenden Konjukturprogramm-II-Mittel berappen.
Außerdem ist die Storkower Europaschule auch noch in den Genuss von Geldern gekommen, die das Land Brandenburg für Ganztagsprojekte bereitstellt. "Konkret sind das 100 Euro pro Schüler " , erklärt Ulrike Lüders, die für Schulen zuständige Sachgebietsleiterin in der Storkower Stadtverwaltung. Und das, was mit diesen Mitteln finanziert worden ist, können die Schülerinnen und Schüler sogar schon freudig in Besitz nehmen, wenn sie nach den Herbstferien wieder in die Schule kommen. So sind in den letzten Tagen zwei überdachte Sitzgruppen neben dem Ökoteich hinter der Schule errichtet worden. Im vorderen Bereich des Schulhofes wurden für die Jüngsten ein Spielgerät mit Rutsche und eine Schaukel aufgebaut. Außerdem wurde ein schicker Achteckpavillon errichtet, der künftig auch zur Gruppenarbeit im Freien genutzt werden kann. Ebenfalls neu ist die Lernwerkstatt mit PC-Ausstattung im Erdgeschoss des Hauptgebäudes. Computerlehrer Ralf Gräbner ist gestern dabei gewesen, im Hausaufgabenraum drei neue Rechner anzuschließen und mit Lernsoftware zu bestücken. Außerdem sei noch geplant, im Anbau des Arbeitslehrezentrums einen zusätzlichen Medienraum mit Rechnern und Beamern einzurichten, so Ralf Gräbner.
Wenn das Wetter mitspielt, soll es auf der Baustelle Europaschule zügig weitergehen. Bis Ende des nächsten Jahres müssen die Konjunkturmittel ja bekanntlich ausgegeben sein. "Damit werden wir dann in der Lage sein, alle Klassenstufen an einem Standort in Karlslust unterzubringen " , sagt Schulleiter Ingolf Knobloch. Derzeit erfolgt der Unterricht an dieser Oberschule mit integrierter Grundschule für die ersten, zweiten und dritten Klassen noch an dem Standort in der Altstadt.