„Beeskow will wieder feiern“ titelt das Spree-Journal am 1. Februar. Bürgermeister Frank Steffen gab einen Ausblick auf den Sommer und hoffte auf Stadtfest und Lange Nacht. Doch schließlich kam es anders. Die meisten Großveranstaltungen mussten komplett abgesagt werden. Dafür gab es viele kleine kulturelle Höhepunkte und erstmals ein Street-Food-Festival.

Neue Arztpraxis in Beeskow

Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum ist seit Jahren ein Thema. Auch wenn die kassenärztliche Vereinigung in den meisten Bereichen von einer ausreichenden Versorgung spricht, ist das Empfinden der Bürger anders. Wochenlange Wartezeiten auf einen Termin kennt fast jeder. Große Freude deshalb, als Dr. Dagmar Voigt in Beeskow eine Hautarztpraxis eröffnet. Sie erlebt einen regelrechten Ansturm.

Ein Buch voller Liebe

„Kleinstadtglitzern – Einmal Liebe to go!“ ist der Titel des ersten Romans von Helene Rose. Die 24-Jährige aus Briescht hat am Rouanet-Gymnasium ihr Abitur gemacht, studiert in Potsdam Linguistik. Das Buch handelt in einer fiktiven Kleinstadt mit einer kleinen Lokalzeitung. Die Ähnlichkeiten zu Beeskow und dem Spree-Journal sind sicher nicht zufällig, schließlich hat Helene Rose in der Redaktion so manchen Praktikumstag verbracht.

Fahren bald wieder mehr Bahnen?

In Beeskow kam der Anstoß von den SPD-Stadtverordneten. Die Stadt solle sich beim Land dafür stark machen, dass die Bahnlinie nach Bad Saarow und Fürstenwalde wieder reaktiviert wird. Das Thema wurde im Bundestagswahlkampf vone vielen aufgegriffen und befürwortet. Wirklich passiert ist noch nichts. Auf einem Teil der alten Strecke entsteht aktuell ein Radweg.

Zweifel an den Corona-Zahlen

Die Corona-Statistik sorgt seit Beginn der Pandemie für Diskussionen? Wird an oder mit Corona gestorben? Wer gilt als infiziert? Im Februar gab es eine Vereinheitlichung der Zählweise. Für den Kreis Oder-Spree verschwanden damit knapp 20 Prozent der Corona-Todesfälle aus der Statistik.

Streit um ASP-Maßnahmen

Um die Afrikanische Schweinepest einzudämmen, sollten vor allem im Ostteil des Kreises möglichst alle Wildschweine aus der Natur entnommen und geschossen werden. Der Kreis plante unter anderem, große Schilfflächen in der Neuzeller Niederung nieder zu brennen. Der Nabu begrüßte das Vorhaben, andere Naturschützer fürchteten um Vögel und Insekten. Am Ende wurde nur ein Teil der Fläche abgebrannt.

Druckerei ist Denkmal des Monats

Die Nachricht war für viele Beeskower neu. Beeskow hatte mal eine eigene Zeitungsdruckerei. Das Gebäude steht noch heute und ist zu Wohnhaus mit 13 barrierefreien Wohnungen umgebaut worden. Im Febraur wurde es als Denkmal des Monats in Brandenburg ausgezeichnet.

Neue Investitionen bei der Spanplatte

Bei den ganzen Corona-Debatten gingen gute Nachrichten aus der Wirtschaft zu Beginn des Jahres fast unter. Eine lautete: Die Sonae-Arauco-Gruppe, zu der auch die Beeskower Spanplatte gehört, gibt Geld für eine neue Abluftreinigung des MDF-Werkes frei. Dafür wurde ein alter Schornstein abgerissen, ein neuer aufgebaut. Die neue Presse im Spanplattenwerk lief noch im Probebetrieb.

Ideen für das Bürgerbudget gesucht

Erstmals gibt es im Beeskower Stadthaushalt ein Bürgerbudget. 30.000 Euro stehen bereit. Jeder darf Vorschläge machen, wie das Geld investiert werden soll. Die Entscheidung soll am Ende bei den Kindern der Kreisstadt liegen. Die Idee dazu stammt von der SPD-Stadtverordneten Rosemarie Jurisch.

Corona bringt eine neue Arbeitswelt

Die Pandemie hat die Arbeitswelt verändert. Viele Menschen sind in Kurzarbeit, vor allem aus dem Handel, dem Dienstleistungsbereich und in der Gastronomie. Andere sitzen im Homeoffice. Das gibt es sogar bei der Bundeswehr. Marc Tachlinski, Kommandeur in der Storkower Kurmark-Kaserne, erzählt, wie es ist, Befehle nicht direkt vor Ort zu geben.

Schwierige Jobvergabe

Der Kreistag hat David Schulz als Amtsleiter für den Brand- und Katastrophenschutz eingestellt. Jahre hat es gedauert, die richtige Person für den Job zu finden. Doch ein Mitbewerber war dagegen, das Verwaltungsgericht verbot auf Antrag die Einstellung. Das war im Februar. Besetzt ist die Stelle bis heute nicht.

Rekordandrang am Eiscafé

Wie sehr sich die Menschen nach etwas Normalität sehnen, wurde an einem sonnigen Februar-Tag in Storkow deutlich. Das Eiscafé Domichowski durfte zwar nicht öffnen, aber ein Mitnahmeangebot machen. Hunderte Menschen standen für eine Kugel Eis an, bis zu 200 standen gleichzeitig in der Schlange.