Erfreulich ist die Nachricht vom Rettungsdienst: Weder sei Personal in Größenordnung ausgefallen noch seien mehr Einsätze als normal gefahren worden, heißt es auf Nachfrage. Auch im Oder-Spree-Krankenhaus seien nicht mehr Mitarbeiter erkrankt als üblicherweise zu dieser Jahreszeit, sagt Pflegedienstleiter Michael Rochow. Alle Patienten könnten ordnungsgemäß versorgt werden. "Wir haben drei Lungenentzündungen und einen Grippefall und ein paar mehr Patienten mit Atemwegserkrankungen, die Lage ist nicht dramatisch", so Rochow. Auch im Glunz-Werk wird normal gearbeitet. "Wir haben zu dieser Jahreszeit immer einen erhöhten Krankenstand", sagt Werkleiter Jörg Bannicke. Eine Maßnahme der Vorbeugung seien die jährlichen Grippeschutzimfungen durch den Betriebsarzt, "außerdem haben wir auf allen Toiletten Desinfektionsmittel angebracht. Mehr können wir zur Vorbeugung nicht tun."
Dagegen ist am Rouanet-Gymnasium der Krankenstand unter den Schülern relativ hoch. "Der prozentuale Anteil liegt schon über dem Durchschnitt", so Schulleiter Jürgen Teichert. Im Lehrerkollegium habe sich die Lage in dieser Woche dagegen wieder leicht verbessert, nachdem zwei zuvor erkrankte Pädagogen wieder gesund zu Arbeit erschienen seien. Von einem "leicht erhöhten Krankenstand" berichtet der Leiter der Ludwig-Leichhardt-Oberschule in Goyatz, Dieter Klaue. Zwei Lehrer würden wegen der Grippe fehlen. Die Situation wertet Klaue als "für die Jahreszeit typisch" und "nicht dramatisch".  Auch an der Grundschule des Friedens in Görzig bleibt man angesichts der Grippewelle gelassen. "Es fehlen bei uns nicht viele", berichtet Schulleiterin Sabine Limburg.
In den meisten Kindertagesstätten der Region sind die Grippewellen schon überstanden. "Vor ein oder zwei Wochen waren grippebedingt nur noch sieben Kinder bei uns, aber inzwischen sind alle wieder da", so Lisa Simke, Erzieherin in der Kita Pfiffikus in Kossenblatt. Dort wurden die Kitagruppen letztendlich zusammengelegt, weil von den eigentlich 19 Kindern nur noch sieben die Kita besuchen konnten. Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch in der Kindertagesstätte Villa Kunterbunt in Friedland ab. "Die Grippe hält sich im Rahmen. Wenn Kinder fehlen, dann eher wegen Halsschmerzen, oder Magen-Darm-Infekten", sagt Kitaleiterin Cornelia Roggan. Um zu verhindern, dass sich die Grippe doch noch durchsetzen kann, desinfizieren die Erzieher und Kitakinder sich regelmäßig. "Es gibt in jeder Gruppe extra Tücher gegen die Viren. Aber Bewegung an der frischen Luft und ausreichendes Trinken helfen genauso dabei, gesund zu bleiben", so Cornelia Roggan. Auch der Lindenberger Kindergarten Lindennest musste bisher keine schlimme Grippewelle durchstehen. "Es fehlen etwa zehn Kinder. Aber es sind auch zwei Erzieherinnen erkrankt", so Kitaleiterin Angela Worreschk. Schlimmer hatte es da die Pädagogen der Kita Kiefernzwerge in Beeskow erwischt. "Die Hälfte der Erzieher, also acht Personen, waren nacheinander erkrankt. Außerdem fehlen momentan neun Kinder, die Fieber, Husten oder Schnupfen haben. Einige Eltern sind mittlerweile ebenfalls krank geworden", so Leiterin Ramona Ludwig. In der Kita Spreespatzen in Beeskow sieht es nicht besser aus. "Die Grippewelle unter den Kindern, von der etwa 20 Kinder betroffen waren, ist überstanden. Zurzeit sind noch etwa zehn Kinder erkrankt. Wenn jetzt Grippefälle auftreten, dann eher unter den Kollegen", so die Kitachefin Ilona Röhl.