In Tauche sollen nun also die Bürger befragt werden, ob sie für oder gegen eine Eingemeindung nach Beeskow sind. Das Votum brauche es, da die Mehrheit für Verhandlungen in der Gemeindevertretung sehr knapp waren, die Bevölkerung die Sache ganz anders sehen kann. Dieser Argumentation, in der Beeskower Stadtverordnetenversammlung so oder ähnlich mehrfach vorgetragen, kann man durchaus folgen, zumal eine direkte Einbeziehung der Bürger in den Entscheidungsprozess auch in Tauche schon diskutiert wurde.
An dieser Stelle stehenzubleiben, ist von den Beeskower Stadtverordneten dennoch ein Stück weit arrogant. Dem Votum der Taucher Gemeindevertreter allein trauen sie nicht. Da soll eine Abstimmung der Bürger her, direkte Demokratie. Und in der Kreisstadt selbst? Da will man in Klausur gehen, sich den Ideen aus Tauche nicht verschließen, sich als Stadtverordnetenversammlung zur Eingemeindung positionieren. Auf die Idee, auch die Beeskower zu fragen, ob sie denn für eine Eingemeindung der vielen kleinen Dörfer sind, ist kein Abgeordneter gekommen. Wenn aber eine Bürgerbefragung stattfinden soll, dann muss sie in Beeskow und Tauche gleichermaßen erfolgen. Und die Ergebnisse müssen gleichermaßen Gewicht haben.