Bürgermeister Frank Steffen hatte vor der Entscheidung erklärt, dass aus Sicht der Verwaltung kein Bedarf bestehe. Er verwies darauf, dass man jederzeit die Möglichkeit habe, seine Anfragen und Probleme per Mail oder telefonisch mitzuteilen. Dies werde von den Bürgern auch genutzt. Lediglich eine öffentliche Dokumentation von Beschwerden und Hinweisen, die es bei Maerker gibt, erfolge  nicht.
Christian Wernicke (BOB) warb in der Sitzung noch einmal für das System. Bürger hätten jederzeit die Möglichkeit, sich mit einem Anliegen an die Verwaltung zu wenden. Durch das Ampelsystem sei nachvollziehbar, wie der Bearbeitungsstand sei. Zudem werde Maerker permanent weiterentwickelt. Mittlerweile sei es mit einem Klick möglich, Anliegen, die nicht in der Zuständigkeit der Stadtverwaltung lägen, an die richtige Behörde weiterzuleiten. Als Hartmut Rudolph (FDP/Bauern) vorschlug, das Thema zu vertagen, um sich inhaltlich noch einmal mit Maerker auseinanderzusetzen, begrüßte Wernicke dies und schlug vor, einen Experten des Landes, das Maerker anbietet, zu dem Thema sprechen zu lassen.
Der Rudolph-Antrag wurde schließlich abgelehnt. Er wolle nicht immer wieder über neue Sachen diskutieren bei Themen, die funktionieren, begründete Eberhard Birnack (CDU) seine Ablehnungsentscheidung. Zuvor hatten sich auch andere Abgeordnete gegen Maerker ausgesprochen. Es habe viele Vorteile, aber nach Abwägung aller Kriterien, so Georg Pachtner (Bürgerforum) halte man das System für derzeit nicht notwendig. Ähnlich äußerte sich Sieghard Scholz (SPD). In Storkow sei Maerker sicher sinnvoll, weil es sehr viele kleine Ortsteile auf großer Fläche gebe. In Beeskow könne man die Anliegen direkt im Rathaus klären. Karin Niederstraßer (Die Linke) sagte, dass sie außer der größeren Transparenz keine Maerker-Vorteile erkennen könne.
Livestreamentscheidung offen
Aktuell nutzen 119 Kommunen das Portal Maerker. Mehr als 130 000 Hinweise wurden im Laufe der Jahre über das System gegeben und bearbeitet. Aus der Region sind die Ämter Schlaubetal und Scharmützelsee sowie die Städte Storkow und Friedland vertreten. Auch Eisenhüttenstadt, Erkner und Fürstenwalde arbeiten mit Maerker. Außerdem unterstützen Behörden, Zweckverbände und kommunalen Unternehmen das System. Dazu gehören der Städte- und Gemeindebund, der Landesbetrieb Straßenwesen, die Landesforst und der Busverkehr Oder-Spree. Über ein weiteres Anliegen der Fraktion BOB wurde noch nicht entschieden. Zum Antrag, die Sitzung der SVV per Livestream im Internet zu übertragen, warte man auf ein Rundschreiben des Städte- und Gemeindebundes mit allen rechtlichen Aspekten, das derzeit erarbeitet werde, so Bürgermeister Frank Steffen.
Hinweise und Beschwerden an die Stadtverwaltung sind telefonisch unter 4220 oder per Mail an rathaus@beeskow.de möglich.