Dialog in der Eismanufaktur" könnte man den zentralen Wahlkampftermin des Beeskower Bürgerforums nennen. Am Sonnabend von 15 bis 17 Uhr kann man das Unternehmen besichtigen, werden die Kandidaten des Vereins bei der Iceguerilla im Charlottenhof 10 bereitstehen. Sie wollen mit den Bürgern ins Gespräch kommen, ihre Vorstellungen für die Entwicklung der Kreisstadt erläutern und zuhören und erfahren, was die Beeskower bewegt.
"Den Bürgerdialog stärken", so Spitzenkandidat Bastian Gierke, sei eines der wichtigsten Ziele. Man wolle öfter und stärker diskutieren, was die Beeskower bewege, welche Themen angepackt werden müssen. Mindestens vier solcher Veranstaltungen mit dem Bürgerforum werde es künftig im Jahr geben. Dabei wollen die zwanzig Mitglieder zu den Beeskowern gehen, in Vereins- und Ortsgemeinschaftshäuser, in Gaststätten und in Unternehmen. Dass der erste Termin in der Eismanufaktur stattfindet, ist da nur logisch. Iceguerilla-Chef Ralf Schulze ist einer der acht Kandidaten. Er will sich für eine bessere, schnellere Digitalisierung der Stadt einsetzen. Wenn ein Unternehmen einen schnellen Internetzugang, beispielsweise für einen Onlineshop brauche, müsse es bis zu 120 000 Euro selbst investieren. Auch für Privathaushalte werden die aktuellen Angebote schon mittelfristig nicht ausreichen, ist er überzeugt. Man müsse deshalb von der Basis, von der Stadt aus immer wieder Druck machen, dranbleiben an der Forderung nach besserer digitaler Infrastruktur und zur Not auch als Stadt Geld in die Hand nehmen.
Bestehende Firmen würdigen
Glasfaserkabel gehören nach Meinung des Bürgerforums genauso zur Erschließung von Gewerbeflächen wie Strom, Wasser- oder Abwasserleitungen. Wirtschaftsförderung müsse aber  weitergehen. "Wir reden viel über Unterstützung von Gründern und Neuansiedlungen. Wir müssen aber auch denen helfen, die hier schon seit Jahren Unternehmen am Laufen halten, Arbeitsplätze sichern", betont Schulze. Programme werde man zur Unterstützung des Handels überlegen. Denkbar sei, dass die Stadt für sechs Monate die Kaltmiete übernimmt, wenn jemand eine gute Geschäftsidee für die Belebung der Innenstadt hat, schlägt Schulze vor.
Klare Aussagen macht das Bürgerforum auch zu anderen Themenfeldern. "Wir wollen, dass der Club Treibstoff am bisherigen Standort erhalten bleibt, um jungen Menschen Raum zum Feiern und Tanzen zu geben", steht im Wahlprogramm. Bastian Gierke betont, dass keines der Beeskower Feste gestrichen werden dürfe. Man sei für eine Neuausrichtung von Altstadtfest und Weihnachtsmarkt. Das bedeute, dass man immer darüber sprechen müsse, wie man feiere, welche Bands auftreten sollen, was zum Programm gehören müsse. Aber einfach auf ein Fest zu verzichten, sei keine Lösung. Gierke schlägt vor, im Rathaus eine neue Stelle für die Öffentlichkeitsarbeit zu schaffen. Es müsse jemand da sein, der die vielen Angebote der Stadt zusammenfasst und auch im Umland stärker kommuniziert.
Georg Pachtner, Gründungsmitglied des Forums, will zudem die Rolle der Ortsteile stärken. Der Ortsteilausschuss müsse stärker zu einem Mitbestimmungsforum werden. Ralf Schulze plädiert sogar dafür, den Ortsvorstehern Stimmrecht in der Stadtverordnetenversammlung zu geben. Auch wenn das rechtlich derzeit nicht machbar sei, müsse man über solche Ideen reden.
Wie bei der vergangenen Wahl sind vier Mandate das Wahlziel. Ob es klappt, will man gemeinsam im Schukurama erfahren. Im ebenfalls von Ralf Schulze betriebenen Kino trifft sich das Bürgerforum am Wahlabend.

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