Knapp 20 Bewerbungen sind bereits eingegangen. Und noch besteht die Möglichkeit für jeden, ebenfalls in das Auswahlverfahren für den nächsten Burgschreiber in Beeskow zu gelangen. Denn noch bis zum Sonntag, 26. Juni, ist die Bewerbung möglich. Das Burgschreiberamt wird vom Landkreis Oder-Spree und der Stadt Beeskow bereits zum 30. Mal vergeben. Es ist mit einem Förderstipendium in Höhe von 5.000 Euro sowie freiem Wohn- und Arbeitsraum für die Zeit vom Januar bis Mai 2023 auf der Burg Beeskow verbunden.
Das Stipendium ermöglicht es dem ausgewählten Autoren, eigene literarische Vorhaben umzusetzen. Wünschenswert, so heißt es in der Ausschreibung, sei die Bereitschaft zum aktiven Austausch mit der Stadt und der Region.
Außerdem können eigene Vorstellungen und Ideen für Projekte vor Ort verwirklicht werden, beispielsweise in Form von Lesungen, in Zusammenarbeit mit Schulen und/oder kulturellen Einrichtungen. Für den Amtsinhaber besteht für die Dauer des Stipendiums grundsätzlich Residenzpflicht.
Voraussetzung für die Bewerbung ist die erfolgte Veröffentlichung von mindestens drei selbstständigen Publikationen, die nicht im Eigenverlag bzw. durch Eigenfinanzierung zustande gekommen sind. Die komplette Ausschreibung ist im Internet unter www.burg-beeskow.de einzusehen.
Über die Vergabe des Amtes entscheidet am 23. September 2022 eine Jury, zu der unter anderen der Verleger André Förster (Verlag für Berlin-Brandenburg), Beeskows stellvertretende Bürgermeisterin Kerstin Bartelt und Burgschreiber:in Nr. 29, Maë Schwinghammer, gehören.
Zu den Burgschreibern in den vergangenen Jahren gehörte unter anderem der aus Frankfurt stammende Schriftsteller Sascha Macht, von dem in diesem Jahr der Roman „Spyderling“ erschienen ist. Weitere Burgschreiber waren unter anderem Gert Loschütz, Ildiko Röd, Henryk Bereska, Andreas Albrecht. Inka Bach und Regina Hilber.