Im Herbstferienworkshop, der von Anna und Mareile Grunemann geleitet wurde,  ging es um die alten Handwerke und Geschäfte, die es in Lieberose früher gab. Der Hufschmied Ulrich Purtz ließ die Kinder beim Beschlagen der Pferde von Manfred Sprenger zuschauen und erklärte alles für die zwölf teilnehmenden Kinder. Auch die Pferde und Hunde durften von ihnen gestreichelt und gestriegelt werden.
Dass das Anpassen der Hufeisen mit so viel Gerüchen und Qualm verbunden ist, hat viele überrascht. Manfred Sprenger erzählte vom Leben der Kutscher in seiner Kindheit und Ulrich Purtz erzählte, wie es dazu kam, dass er Hufschmied wurde. Zum Schluss durfte jeder Schüler ein Hufeisen behalten. Damit spielten sie dann auf dem Schulhof Hufeisenwerfen.
Manfred Sprenger erzählte auch von anderen Lieberoser Handwerkern, so  vom Metzger, dem Färber, dem Schuhmacher, dem Sattler, in dessen Schaufenster noch viele Riemen und Ledersachen in der Mühlenstraße zu sehen sind. Der Müller hat natürlich in der Mühlenstraße gearbeitet und der Bäcker Vater hatte seinen Laden und seine Backstube früher direkt neben der Schule.
Die Teilnehmer bauten sich, angefüttert mit so vielen Informationen ein Spiel, in dem viele alte Gewerke vorkamen. Und dann wurden die Zunftzeichen der Gewerke als Tonreliefs gestaltet. „Wir wünschen uns natürlich, dass die Tafeln später einmal in Lieberose auf die Standorte der alten Handwerker verweisen“, hofft Workshopleiterin Anna Grunemann. Aber zunächst müssen die Tafeln trocknen und gebrannt werden.
In der Schule zu übernachten war das große Highlight der Herbstferienaktion. Dass der Grusel- und Romantikfaktor dabei geringer war, als zunächst erhofft, lag an der Notbeleuchtung im Schulhaus. Die ist nämlich so hell, dass eine Nachtwanderung durchs Haus all seinen Schrecken verloren hat.
Im nächsten Sommer, beim Schuljubiläum der Schule, wird die Kunst AG des „Künste öffnen Welten-Projekts“ wieder mit dabei. Der Bund und „Kultur macht stark“ finanzieren das Projekt voll, so dass die Schüler und ihre Eltern laut Anna Grunemann keine Kosten haben. Außerdem können die Schüler zumindest bis Ende 2019 sicher sein, dass im Rahmen der Kunst AG an der Schule Workshops weiter angeboten werden können.