Mit dem Jahr 2022 haben die Organisatoren des Großprojekts Internationale Naturausstellung Lieberoser Heide (INA) erstmals einen konkreten Eröffnungstermin genannt. Auch eine mögliche Finanzierungsquelle wurde entdeckt.
Die Geschäftsführer der INA-Lieberoser Heide Gesellschaft GmbH, wussten bei einem Vortrag im Lieberoser Begegnungszentrum FiZ Neues zu berichten. Demnach  ist geplant, die Internationale Naturausstellung im Jahr 2022 zu präsentieren. Im Jahr 2020 soll jedoch der dann erarbeitete Planungsstand ausgewertet werden, um notfalls den Ausstellungstermin nochmals neu bestimmen zu können.  Auch eine mögliche neue Finanzierungsquelle haben die INA-Macher präsentiert. Demnach soll das Großprojekt unter anderem durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt (BPBV) kofinanziertwerden.
Das Team der INA-Gesellschaft um Joachim Faßmann und Lucas Opitz in Kooperation mit der Stiftung Naturlandschaften führt derzeit Gespräche mit regionalen Akteuren, schreibt Förderanträge und arbeitet daran, dass bereits im nächsten Jahr mit Initialprojekten in der Region begonnen werden kann, teilen die Geschäftsführer mit. „Die INA nimmt Fahrt auf und wir laden alle Menschen der Region zur Beteiligung an unserer gemeinsamen Idee ein“, so die beiden Geschäftsführer.
Faßmann und Opitz nannten Beispiele von Projekten, die im Rahmen der INA verwirklicht werden sollen. Dazu zählt, den Funkerbunker bei Lamsfeld erlebbar zu machen. Wie und in welchem Umfang, werden noch geprüft. Am Butzener Bagen soll ein Moorerlebnispfad entstehen. Am Aussichtspunkt Sukzessionspark, der sich an er B 168, zwischen Lieberose und Peitz befindet, ist die Anlage eines Sternenparks geplant. Dieses Vorhaben ist als „ künstlerische Intervention“ im Gelände projektiert. Auch an ein Pfadfinder-Wildniscamp denken die INA-Macher.
Wesentlich „dickere Bretter“ sind die sogenannten „Anker-Projekte“. Dazu zählt die Nutzung des Lieberoser Schlosses als künftigen Sitz und Anlaufpunkt der INA. Wie der Landrat von Dahme-Spreewald als INA-Gesellschafter mitteilt, hält man weiterhin an der Idee fest, das Areal zwischen Schloss, Schlosspark und Darre als Eingangsportal der INA zu nutzen. Teile des Schlosses sollten zum Hotel ausgebaut werden. Ein weiteres „Ankerprojekt“ ist der seit langem geplante Aussichtsturm in der Lieberoser Heide. Hierfür gibt es bereits ausgearbeitete Pläne, die Finanzierung konnte bisher nicht geklärt werden. Das dritte „Ankerprojekt“ ist der Heideradweg. Dieser ist auf der ehemaligen Bahntrasse nach Cottbus vorgesehen. Das Interesse sowohl an der einzigartigen unzerschnittenen Natur der Lieberoser Heide als auch an ihrer Historie ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. So sind Führungen auf dem Gelände, die die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg oft in Zusammenarbeit mit der Oberförsterei Lieberose anbietet, meist ausgebucht. Wenn der Wolf das Thema ist, muss vorreserviert werden. Auch das Interesse an  Exkursionen zu Resten von Verlassenen Siedlungen und Militäranlagen ist gestiegen. Gleiches gilt für das Schloss Lieberose, das nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden kann. Der Förderverein Lieberose, der in den Sommermonaten regelmäßig Führungen anbietet, hat in diesem Jahr 1500 Gäste durch das Schloss geführt, berichtet der Vereinsvorsitzende Heinz-Gerd Hesse.
Als kontraproduktiv bezeichnet Opitz die häufigen Waldbrände in der Heide. Abgesehen von den dabei auftretenden Schäden seien Feuersbrünste immer negativ besetzt und trügen nicht zu einem positiven Image bei. Auch dass so viele ehrenamtliche Feuerwehrleute tagelange gebunden sind und die Arbeitgeber dadurch belastet werden, sei belastend für die INA.