Heute finden alle Haushalte einen Flyer mit den nötigen Erklärungen in ihren Briefkästen. Gleichzeitig werden die Bürger gebeten, ihre Kreuzchen zu machen. Zunächst wird gefragt: Welche Bäder favorisieren Sie? Das Schwapp in Fürstenwalde, das Inselbad in Eisenhüttenstadt, die Spreewelten in Lübbenau, die Therme in Bad Saarow oder das Tropical Island. Auch wollen die Initiatoren wissen, an welchen Tagen und Tageszeiten der Bäderbus fahren sollte und welcheAltersgruppen sich dafür interessieren. "Bis zum 30. Juni möchten wir die Antwortkarten zurück bekommen", sagt Dieter Siegesmund, Koordinator im Familienbündnis. Er hat sich bisher um die Organisation gekümmert und würde sich freuen, wenn die Resonanz auf den Bürgerbus positiv ist. "Denn einzig allein davon hängt ab, ob der Bäderbus fahren wird." Die Meinungen der Beeskower sollen im Juli ausgewertet werden. Ist das Votum positiv, müssen die Stadtverordneten einen Beschluss fassen. "Denn der Bäderbus muss aus dem Stadthaushalt subventioniert werden", erklärt Dieter Siegesmund. Die Höhe des Zuschusses sei abhängig von der Akzeptanz des Busses, der je nach Zielort zwischen 200 und 300 Euro kostet. Bezahlt werden müssen die Personalkosten und die Wartezeiten, denn der Bäderbus bringt die Beeskower auch wieder nach Hause.
Dieter Siegesmund hat alle genannten Bäder besucht, das größte Interesse sei im Tropical Island gezeigt worden.
Und was soll der Bäderbus kosten? Für einen Besuch in Fürstenwalde, Eisenhüttenstadt und Bad Saarow sollen (einschließlich Eintrittsgeld) Erwachsene 15, Kinder zehn Euro zahlen. Nach Lübben und zum Tropical Island werden pro Erwachsenen 20 und für ein Kind 15 Euro veranschlagt. Der Start soll mit einem 16-Personen-Bus vom Marktplatz in Beeskow aus erfolgen. Vorbestellungen und Reservierungen werden über die Tourismuszentrale erfolgen, teilt Dieter Siegesmund mit.
Mehrere Bus- und Taxiunternehmen der Region sind angeschrieben worden, ihre Angebote zu unterbreiten. "Der Zuschlag kann aber erst erteilt werden, wenn klar ist, dass es überhaupt Interesse am Bäderbus gibt", erklärt Siegesmund.
Die eigentliche Idee, einen Bäderbus fahren zu lassen, hatte der Stadtverordnete Hartmut Rudolph (Bauernverband) in einer Sitzung, bei der wieder einmal über ein Hallenbad für Beeskow diskutiert worden war. Denn bei den Bürgerumfragen zu den Sozialplanungen stand der Wunsch nach einem Stadtbad ganz oben. Doch wegen der vergleichbaren Angebote im Umkreis von 40 Kilometern und aus wirtschaftlichen Gründen haben die Abgeordneten bisher ein eigenes Bad abgelehnt, obwohl entsprechende Pläne bereits in der Schublade liegen.
Ob der Bäderbus nun eine ansprechende Alternative bieten kann, wird die Befragung zeigen.
Auf der Internetseite des Beeskower Familienbündnisses können Interessierte auf der Übersichtskarte "Bäderbus" weitere Informationen abrufen. Kontakte: Dieter Siegesmund, Tel. 03366 22523 oder Steffen Schulze, Tel. 03366 42220