Etwa ein Dutzend Top-Platzierungen sind die Ernte für hartes Training und guten Teamgeist der Männer. Dabei startete die Saison "traditionell" schlecht: Der Nachtpokal in Seelow am 30. April endete für die Günthersdorfer ohne Wertung. "Der erste Lauf geht immer in die Hose", sagen die Feuerwehrsportler. Sie konnten sich im Lauf der Saison mehr als revanchieren. Zu den Highlights zählte die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in einem gemischten Team mit Sportlern aus Genschmar Ende Juli. Platz neun sprang dabei heraus. Besonders stolz sind die Günthersdorfer über den Gesamtsieg im Vier-Bahnen-Pokal im TGL-Cup mit 42 von 44 möglichen Punkten. Beim Inselpokal auf Poel schnappten sich die Feuerwehrsportler in einem Teilnehmerfeld von 125 Männerteams den dritten Platz.
Auch in dieser Saison wollen die Günthersdorfer um ihren Gründer und "Team-Opa" Roland Linde ganz vorn mitmischen. Der Slogan des Teams lautet: "Jeder macht seins, und trotzdem kämpft jeder für jeden." Über die Wintermonate hält sich das Team in den Trainingsräumen der Berufsfeuerwehr Frankfurt (Oder) und in der Landes-Feuerwehrschule in Eisenhüttenstadt fit. Während der Saison trainieren die Sportler jede Woche jeweils zwei Stunden, das sind sechs bis sieben Läufe. Dabei kann die Truppe auf eine eigene Wettkampftechnik inklusive einer professionellen Zeitmessanlage zurückgreifen. Feuerwehrsport ist kostenintensiv: Spezielle Materialien kommen zum Einsatz, zum Beispiel besonders leichte Kupplungsstücke und Strahlrohre. Jedes Jahr ist ein Satz neuer Schläuche fällig.
Gegründet hatte sich die Günthersdorfer Feuerwehrsportgruppe im Jahr 2008. Damals fand in Günthersdorf der Friedländer Stadtausscheid mit anschließendem Dorffest statt. Im selben Jahr gab es in Beeskow einen offenen Lauf, die erste Gelegenheit für das neue Team, sich zu beweisen. "Kurz danach haben Insider gesagt: In vier Jahren, da seid ihr ganz vorne mit dabei. Und genauso ist es gekommen", erinnert sich Roland Linde.
Seit 2012 sind die Günthersdorfer in der Leistungs-Spitze Brandenburgs nicht mehr wegzudenken. Seit 2013 sind sie amtierende Kreismeister.