Gesponsert hatte die roten und weißen Eimer die Firma Leymann, die Idee für die außergewöhnliche Werbeaktion kam von Feuerwehrführer Frank Ebert und Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig. Während die ein Kilometer entfernte Storkower Wehr technisch und personell gut aufgestellt ist, dümpelt die Groß Schauener Ortswehr eher dahin. Das Gerätehaus im Fachwerkstil, das nur das Kleinlöschfahrzeug aus dem Jahre 1972 fassen kann, stammt aus den 1930er Jahren. 22 Mitglieder zählt die Wehr, aber nur neun gelten als Einsatzkräfte. "Wir sind so wenig, dass wir unsere Einsatzbereitschaft in der Woche von 6 bis 17 Uhr abmelden müssen", sagt der langjährige Ortswehrführer Dietmar Handreck. Die letzten Einsätze habe man im Juni und Juli gefahren: eine Türöffnung, Beseitigung von Sturmschäden und Waldbrand in Alt-Schadow.
Bis 2002 existierte in Groß Schauen eine Jugendwehr mit zwölf Kindern, acht davon landeten in der Erwachsenenwehr. "Seitdem haben wir keinen Nachwuchs mehr", berichtet Handreck, dessen Frau und Sohn ebenfalls in der Feuerwehr sind. "Aber wir hoffen, dass durch Zuzug und Nachwuchs wieder mehr Kinder kommen", sagt er auch mit Blick auf die junge Familie Fank. Fünf, sechs müsse man haben, um eine eigene Jugendwehr einrichten zu können. Derzeit stehe  die Storkower Jugendwehr unter Leitung von Melanie Schmieder für die Groß Schauener Mädchen und Jungen offen.
Jugendwehr ist kein Allheilmittel
Für Ingo Kittler, Ortswehrführer in Storkow, ist die Jugendwehr zwar kein Allheilmittel, aber trotzdem notwendig. "Kai Severin und ich sind die Einzigen, die aus der Jugendfeuerwehr, in die wir im Alter von acht Jahren eingestiegen sind, geblieben sind", erklärt der 41-Jährige. "Und wenn ich die letzten 15 Jahre zurückblicke, haben wir nur ein Kind behalten." Denn kämen die Kinder aus der Schule, hätten sie ganz andere Interessen. Allerdings seien durch die Öffentlichkeitsarbeit, "andere im gesetzten Alter" eingestiegen. Die Storkower Wehr zählt derzeit 44 Einsatzkräfte. "Unsere Schränke sind alle belegt. Das heißt aber nicht, dass wir nicht noch Neue aufnehmen", so Kittler. Die Eimer-Aktion ist aus seiner Sicht mehr eine PR-Aktion. "Man redet drüber. Für uns ist interessant, was dabei rumkommt."