Eingeladen waren dazu Andreas Ludwig, der zwanzig Jahre lang das Museum der Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt geleitet hat und heute im Zentrum der Zeithistorischen Forschung Potsdam arbeitet, der Politikwissenschaftler und Ethnologe sowie Leiter des Museums Neukölln Berlin, Udo Gößwald, und  der Professor der Kunsthochschule Weißensee, Steffen Schuhmann, der mit seinen Studenten im vorigen Jahr mit der ersten Etappe des Projekts begonnen hatte.
Steffen Schuhmann hatte zur Anschauung wohl über einhundert historische „Dinge“ aus dem Depot geholt und auf dem Fußboden ausgebreitet: „Wir waren erschüttert von dem Anblick – alles staubig, grau,  ohne Farbe“, schildert er den Eindruck, den die Besucher auch heute gewöhnlich noch in Regional- und Heimatmuseen haben. Wie sollte man jemanden dafür begeistern können? Wie muss ein Museum gestaltet sein, damit das Gefühl des Anfassens, das Gewicht, eventuell das Geräusch, was durch dieses Ding bei der Verwendung ausgelöst wird, vermittelt werden kann?
Udo Gößwald hat dazu in seinem Museum modernste digitale Technik zum Einsatz gebracht, etwa 3-D-Drucker und je nach Wunsch um das Objekt herumfahrende Kameras. Daraus ergibt sich jedoch wieder eine neue Frage, nämlich die des Verhältnisses zwischen Objekt, Technik und Infos bei der Präsentation. „Ein Streueffekt sollte vermieden werden, damit das Ding selbst im Fokus bleibt“, riet Andreas Ludwig. Für Udo Gößwald ist es wichtig zu erkunden, warum die Menschen Dinge über die Jahre aufgehoben haben, was also für eine Geschichte dahinter steckt. Außerdem plädiert er für Themenausstellungen, welche die Geschichte in die Gegenwart holen. (el)