Der Internationale Opernkurs bildet jährlich das Fundament des Musiktheater-Festivals Oper Oder Spree. In diesem Jahr sind es 12 Gesangstalente aus neun Nationen, darunter Russland, Israel und Malta, die daran teilnehmen. Seit Anfang August 2022 wird auf der Burg Beeskow geprobt. Zweite Station ist die Ragower Mühle. Es galt, so heißt es in einer Pressemitteilung der Burg, einen kompletten Theaterbetrieb in nur gut zwei Wochen aus dem Nichts zu heben.
„Und es ist gerade das bescheidene, unverkrampfte Zusammenspiel vom gesamten Team unter der Leitung von Nena Brzakovic, das hier Früchte trägt und für die typische Beeskower Glückseligkeit bei den teilnehmenden Sänger:innen und im Publikum gleichermaßen sorgt.“

Ein neues Stück ist in zehn Tagen entstanden

Als erstes Ergebnis des diesjährigen Kurses können die Besucher nun die „Oper in der Scheune“ erleben. Die szenische Collage gilt als ein ganz besonderes Erlebnis und findet in diesem Jahr wiederholt in der Ragower Mühle statt. In zehn Tagen haben Regisseur Lars Franke und die musikalische Leiterin Insa Bernds aus dem von den Sängerinnen und Sängern mitgebrachten Repertoire ein neues Stück gestrickt. Arien und Ensemblepartien unterschiedlicher Komponisten und musikalischer Epochen werden dabei unter einem gemeinsamen Motto einfallsreich miteinander verbunden.
Dabei liefert das Jahresthema des Museums Oder-Spree auf der Burg Beeskow dieses Mal eine Steilvorlage: „vom essen und trinken“ greift die zentralen Fragen von Grundversorgung, Lebensqualität und Lebenslust auf. Da ist es naheliegend, die Leidenschaft des Operngesangs mit der Leidenschaft des genüsslichen Kochens zu verbinden. Mit Orlofskys Arie „Ich lade gern mir Gäste ein“ aus Johann Strauss „Die Fledermaus“ und weiteren berühmten Arien der Opernliteratur lassen sich schließlich weitere leichtfüßige Verknüpfungen zwischen Opern- und Kochkünsten zu einem „Ragower Opernragout“ ausmalen.

Kühle Scheune mit toller Akustik

„Das besondere Format der Operncollage in der Scheune hinter der Ragower Mühle, im traumhaft schönen Schlaubetal gelegen, wurde vor 15 Jahren erstmals erprobt und schon bald zum Geheimtipp des jährlichen Opernfestivals“, verrät Ingrid Börner, die gemeinsam mit ihrem Mann im Familienbetrieb das Restaurant mit angeschlossenem Biergarten in der Ragower Mühle betreibt. „Die wunderbar hergerichtete, kühle Scheune am Waldesrand mit hervorragender Akustik, die herzliche Atmosphäre und persönliche Bewirtung unserer Gäste ist uns von Anfang ein besonderes Anliegen.“

Die Aufführungen

12. August, 20 Uhr, Premiere Oper in der Scheune in der Ragower Mühle
13. August, 20 Uhr, Oper in der Scheune, Ragower Mühle
14. August, 16 Uhr, Oper in der Scheune, Ragower Mühle
19. August, 20 Uhr, Premiere Operngala auf der Burg Beeskow
20. August, 20 Uhr, Operngala – 2. Aufführung im Kloster Neuzelle
Ticketverkauf am Museumstresen der Burg Beeskow, telefonisch unter 03366 35-2712 sowie online über reservix.de