Einmal vom Dorfgemeinschaftshaus den Fußweg bis zur Brücke entlang und auf der anderen Seite bis hinter die Kurve am Gasthof zurück, und man weiß, was neben der Verkehrsbelastung das größte Problem in Rieplos ist: das Wasser. Das wurde am Donnerstag Storkows Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig und ihrem Bauhofleiter Felix Mayer zur Ortsbegehung durch die Bewohner deutlich vor Augen geführt. Die Entwässerung klappt nicht. „Die Keller sind nass, besonders betroffen sind zehn Grundstücke und drei Häuser“, zählte Ortsvorsteher Hartmut Paschke auf. Bewohner konnten anschaulich schildern, wo und wie hoch das Wasser nach heftigen Regenfällen steht.

Gullys liegen tiefer als die Straße

Zum einen sind Gullys daran schuld, die tiefer als die Straße liegen. Dadurch können wahre Fontänen aus ihnen sprudeln und das Wasser in die Keller fließen lassen. Ganz besonders schlimm sei das in der Kurve an der Gaststätte. Das Wasser bilde eine geschlossene Fläche und stehe mitunter bis kurz vor dem Gebäude. Das Problem könne jedoch nicht die Stadt allein lösen, hieß es, da der Landesbetrieb Straßenwesen verantwortlich sei.

Abfluss in den Graben funktioniert nicht

Zum anderen kommt das Wasserproblem auch durch den Graben, in den das Straßenwasser abfließen soll, aber nicht zügig kann. Zwei marode Wehre können bei Bedarf nicht mehr geöffnet werden. Ein Blick von der Brücke aus auf das Fließ zeigt, dass dieses völlig verkrautet ist und der Graben nach dem Mähen auch nicht beräumt wird. „Wir stehen hier jedes Jahr, und es passiert nichts“, stellte Schulze-Ludwig verärgert fest. Verantwortlich ist der Wasser- und Bodenverband. Dadurch, dass täglich riesige Mengen Wasser aus der Kläranlage Storkow über den Graben abgeführt werden, ist ein besonders hoher Nährstoffeintrag vorhanden. „Wir werden mit dem Wasser- und Bodenverband zusammen eine Lösung finden“, zeigte sich die Bürgermeisterin fest entschlossen, zumal sich durch das Wasser auch noch Schäden am Radweg und am Gehweg ergeben haben.