13 Einwohner hatten sich in Limsdorf zur Ortsbegehung mit Storkows Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig, dem stellvertretenden Bauamtsleiter Olaf Thürling und Ortsvorsteher Lothar Nischan eingefunden. Limsdorf selbst war schnell abgehakt, ohne sich auch nur einen Zentimeter vom Platz zu bewegen. Auch hier gibt es Probleme mit der Straßenentwässerung. Zudem wies Cornelia Kokscht zum wiederholten Male auf die schadhafte Dachrinne des Dorfgemeinschaftshauses hin: „Das Wasser steht und macht die Wände feucht“, beklagte sie. An einigen Straßen sei das Parken kaum möglich, weil sie so schmal seien, dass dann kein Bus mehr durchkomme, haben Einwohner festgestellt. Damit es nicht zu Konflikten mit dem Ordnungsamt kommt, wünschen sie sich eine Beschilderung, die darauf hinweist, dass das Parken halb auf dem Bürgersteig erlaubt ist.

Besichtigung der Alten Schmiede

Eine Begehung fand dann in Möllendorf statt. DersStellvertretende Ortsvorsteher Frank Zirbel hatte zu einer Besichtigung der Alten Schmiede auf dem Dorfanger eingeladen. 1780 war sie erbaut worden. Bis in die späten 1950er-Jahre war sie in Betrieb. Neu errichtet wurde das denkmalgeschützte Gebäude mit dem historischen Material 2000/2001 von ABM-Kräften. Nun aber ist es wieder in Gefahr. Das sogenannte Opferbrett, das Stirnbrett außen unter dem Dach, ist falsch angebracht, so dass Fäulnis droht. Die Dachziegel sind nur einfach gelegt, und es haben sich Ritzen zwischen ihnen gebildet.
Eine Reparatur durch die Dorfbewohner lasse die Denkmalpflege nicht zu, hieß es, auch nicht, dass der einstige Ofen als Steinbackofen für Dorf- und Familienfeste genutzt werde. „Wenn keine Nutzung vorhanden ist, guckt keiner hin, und das Gebäude verfällt“, ist sich Nischan gewiss. Den Vororttermin hatten Elvira und Detlef Balzer angeregt. „Die Schmiede ist da, wo die große Eiche steht und wir im Dorf feiern“, treten sie für deren Nutzung ein. Die Bürgermeisterin erkannte: „Die Leute sind sehr traurig, wollen das Gebäude sinnvoll für die Nachwelt erhalten“, aber konkret könne auch sie nichts tun.

Probleme mit Schulweg in Schwenow

Dass es anschließend nach Schwenow ging, hatte das Ortsbeiratsmitglied Silke Wollmach gewünscht. Ihr liegt besonders der Schulweg der Kinder am Herzen. 13 sind es, davon fünf, die mit dem Bus fahren. Die Gefahr für sie liegt in der Kurve der Kreisstraße, die keinen Fußweg hat. Silke Wollmach regte eine 30er-Zone an, aber das ist wie die Parkschilder eine Sache des Straßenverkehrsamtes.
Für die Stadt gibt es in Limsdorf nicht viel zu tun, aber „es macht mir immer Spaß, direkt bei den Leuten zu sein und nicht nur vom Schreibtisch aus zu agieren“, sagte Schulze-Ludwig. Eileen Ostrowitzki aus Möllendorf wiederum hält es für wichtig, „dass Limsdorf wahrgenommen wird als Teil von Storkow.“