Die Corona-Pandemie führt dazu, dass die Ortsbegehungen mit Storkows Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig in den Ortsteilen zurzeit gehäuft stattfinden. Denn alle Termine, die ab März ausgefallen waren, werden nachgeholt. Zwei Tage nach der Tour durch Klein Schauen war am späten Mittwochnachmittag ein kleiner Tross durch Schwerin unterwegs. Dabei gab es eine Premiere. Die neue Auszubildende in der Stadtverwaltung, Natalie Fritz, die bereits bei zahlreichen Rundgängen zuvor dabei war, agierte nach ihrem offiziellen Einstieg zu Monatsbeginn erstmals als Protokollantin.

Neue Toiletten im Gemeindehaus

Ortsvorsteher Ryszard Czaskowski berichtete von einigen Errungenschaften. Die Leichenhalle sei mittlerweile instandgesetzt, die Arbeit sei sehr gut ausgeführt worden. Allerdings gebe es in dem Gebäude auch eine feuchte Stelle. Dem will die Verwaltung nun nachgehen. Im Gemeindehaus besichtigte die Runde die neuen Toiletten, die neue Dusche für die Feuerwehrleute und das erneuerte Dach des Küchentraktes. Einen kurzen Stopp legten die Teilnehmer an der bunten Bücherzelle ein, die es seit knapp zwei Jahren in Schwerin gibt. Sie wird offenbar nicht nur von Einheimischen genutzt. „Auch bei Fahrradfahrern kommt sie sehr gut an“, berichtete Czaskowski.

Junge Bäume wachsen gut an

Wolfgang Uhlig schlug vor, an der Allee in Richtung Selchow, wo die Bäume sehr lückenhaft stehen, weitere zu pflanzen. „Das ist der beste Umweltschutz“, sagte er. Die Bürgermeisterin konnte dazu keine Zusagen machen, denn die Zuständigkeit für die Straße liegt beim Landkreis Oder-Spree. „Wir können das dort aber anregen“, kündigte sie an. Bauhofleiter Felix Mayer stellt erfreut fest, dass die jungen Bäume im oberen Abschnitt der Dorfstraße gut anwachsen. Damit dies so bleibt, sind sie mit Gießsäcken ausgestattet. „Wenn ihr weitere Bäume haben wollt, dann sagt, wo“, so Mayer. „Wir propagieren das in allen Ortsteilen.“ Czaskowski antwortete, es gebe auch Menschen, die von neuen Bäumen nicht überzeugt seien; sie fürchteten das viele Herbstlaub, das dadurch eines Tages anfalle.
Unterdessen lieferte der Verlauf der Ortsbegehung einen Beweis dafür, in welche Ruhe und Idylle die Menschen in Schwerin leben. Mangels Autoverkehr fanden weite Teile der Unterredung mitten auf der Dorfstraße statt.