Ein großes Kompliment stand am Beginn der Ortsbegehung in Klein Schauen: „Prozentual findet sie mit 12 von 185 Einwohnern des Kerndorfs eine große Resonanz“, stellte Storkows Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig zufrieden fest. Zwei A4-Seiten hatte sie am Ende der Runde durch den Ort dicht mit „kleinen Dingen“ beschrieben, die zu lösen die Sache der Stadt ist. Ihr Fazit am Ende betraf den erst Mitte Juli nach Instandsetzung der Oberfläche fertiggestellten Görsdorfer Weg. „Die Anwohner hatten sich die Reparatur schon lange gewünscht und waren froh. Umso ärgerlicher ist es, dass schon die Bankette zerfahren sind.“ Schuld seien die großen und schweren Landwirtschaftsfahrzeuge, und es stellt sich die Frage, welche anderen Routen zu den Feldern möglich sind. Diese ist nicht einfach zu beantworten, und die Bürgermeisterin wird einen Extra-Termin dazu mit dem Ortsvorsteher Wolf-Dieter Roloff vereinbaren. „Wir werden eine Lösung finden“, ist sie zuversichtlich.

Ehemaliges Gutshaus soll abgerissen werden

In diesem Jahr durch den Bauhof fertiggestellt wurde unter anderem auf dem ehemaligen Sportplatz der neue Bolzplatz samt Abgrenzung. Er wird vor allem von Kindern genutzt. „Wir werden die Fläche pflegen“, versprach Bauhofleiter Felix Mayer. Roloff und Ortsbeiratsmitglied Carmen Wolff hatten sich mit Mängellisten in ihren Kladden gut auf die Ortsbegehung vorbereitet. Darauf stand zum Beispiel Totholzbeseitigung an der Alten Dorfstraße, Füllen von Schlaglöchern in der Storkower Straße, eine Ladesäule für E-Bikes und Handys am überdachten Rastplatz für Touristen, die Frage, ob die maroden Ställe des ehemaligen Gutshauses verkauft oder abgerissen werden sollten. Alle Rundgänger waren sich einig: Auf keinen Fall verkaufen, sondern abreißen. Ein Vorschlag ist, auf dem Grundstück ein großes Gemeindehaus zu errichten. Aber auch Wünsche von Einzelbürgern wurden berücksichtigt. So hat ein 85-Jähriger an der Alten Dorfstraße Probleme mit dem enorm vielen Laub, das von einer großen Eiche auf sein Grundstück fällt.

Neue Amtsleiterin und Auszubildende dabei

Mit beim Rundgang war Sabine Merker, die neue Amtsleiterin Stadtmarketing und Tourismus. „Für das Stadtmarketingkonzept ist es wichtig, die Akteure vor Ort kennenzulernen“, erklärte sie. Sie guckte gleich mit nach Kleinigkeiten, etwa „ob unsere Plakate hängen“. Schon zum 4. Mal lief Natalie Fritz aus Petersdorf bei Bad Saarow bei einer Ortsbegehung mit. Die Auszubildende ist offiziell erst seit 1. September im Rathaus beschäftigt. Sie zeigte sich begeistert von „der sehr harmonischen Atmosphäre zwischen allen Beteiligten“ und dem guten Eindruck, den die Ortsteile auf sie machen.