Leichter Nebel liegt noch über dem Lamitscher Dorfteich in Pfaffendorf, als sich um acht Uhr Ortsvorsteher Knut Lehmann, seine Stellvertreterin Ingeburg Lehmann und Anwohner Udo Goldhammer-Bielawer mit dem amtierenden Bürgermeister der Gemeinde Rietz-Neuendorf, Thomas Fischer, zum Rundgang durch den Ort treffen. Dabei geht es um Probleme, die den Anwohnern „unter den Nägeln brennen“. Erste Station ist daher die Bushaltestelle an der Friedhofsmauer in Richtung Fürstenwalde. „Wir machen uns Sorgen, denn hier steigen die Kinder auch die Kinder aus dem Schulbus“, sagt Lehmann.

Problemlösung in Pfaffendorf in Sicht

Schnell wird klar, was er meint: Es gibt keinen Gehweg und keine Beleuchtung und der Grünstreifen zwischen der Bundesstraße B 168 und der Friedhofsmauer ist schmal, geschätzte 1,20 Meter breit. Große imposante Laster fahren auf der Bundesstraße durch den Ort, kommt Gegenverkehr, rollen die Räder schon mal über die weiße Linie, die die Fahrbahn begrenzt. „Wir wollen eine Verlegung der Haltestelle und einen befestigten Zugangsbereich“, betont Ortsvorsteher Lehmann.
In dieser Sache kann Bürgermeister Fischer gute Nachrichten verkünden: „Die Bushaltestelle kann jetzt verlegt werden.“ Sowohl Straßenbauamt als auch die Busverkehr Oder-Spree Gesellschaft hätte zugestimmt. „Die Haltestelle wird etwa 100 Meter zurückgesetzt und bekommt einen 22 Meter langen, befestigten Zugangsbereich“, so Fischer. „Noch in diesem Jahr soll die Planung erfolgen und das Bauvorhaben in 2021 fertig gestellt werden.

Schilfwildwuchs eindämmen

Bei anderen Problemen muss der Bürgermeister passen, notiert aber alle angesprochenen Themen, um sich einen Überblick zu verschaffen oder aber sie auf die Prioritätenliste der Gemeinde zu setzen. Ingeburg Lehmann beispielsweise weist auf das Schilf hin, dass sich ungehemmt im Lamitscher Dorfteich ausbreitet: „Früher, also nach der Sanierung 2007, hatte der Schilfgürtel eine Breite von etwa drei Metern. Jetzt ist fast der halbe Teich bewachsen.“ Es wächst und wächst, dürfe aber nicht abgeschnitten werden.
Angesprochen wurde weitere Themen wie die Straßenreinigungspflicht, notwendige Reparaturen am Dorfgemeinschaftshaus und dem Vereinsheim, fehlende Beleuchtung und Toiletten am Sportplatz, die anonyme Begräbnisstätte sowie das Biotop, was am Luch entstehen sollte – eine Liste mit Hinweisen und Fragen, um die sich Thomas Fischer kümmern will.