Neubrück, größtenteils von Wasser umgeben, und der wohl am herrlichsten gelegene Ortsteil der Gemeinde Rietz-Neuendorf, heißt es auf der Gemeinde-Webseite. „Die ist aber nicht mehr ganz aktuell“, merkt Ortsvorsteher Christian Janz im Hinblick auf „die Karpfenteiche“ an. Von denen sei nämlich nur noch einer übrig. Es fehle eine Pumpe. Damit spricht er nur eines der Probleme im Ort an, über die im Laufe des Rundganges mit dem amtierenden Bürgermeister der Gemeinde, Thomas Fischer, geredet wird.
Darüber hinaus bekommt der Bürgermeister aber auch viel Angenehmes zu sehen, wie beispielsweise das Dorfgemeinschaftshaus – ehemals Gaststätte „Die Spreeperle“ und Dorfkonsum. Nach siebenjähriger Sanierung wurde es im April 2019 feierlich an die Anwohner übergeben, jetzt ist es ein beliebter Treffpunkt: Der Saal wird für Sitzungen genauso genutzt wie für Feiern aller Art, in der oberen Etage trainiert im Winter die Gymnastikgruppe des Sportvereins Neubrück „Flinke Socken“, Home- und Crosstrainer sowie eine Hantelbank sind ebenfalls vorhanden.

Vereinsmeisterschaft geplant

Im gegenüberliegenden Raum stehen Billard-Tische, ein Kicker und auch die Dartscheibe fehlt nicht. Bürgermeister Fischer ist begeistert vom Bau. Jörg Heinrich gibt Fischer noch einen Termin mit auf den Weg: „Am 1. Oktober gibt es hier die 1. Vereinsmeisterschaft im Billard.“
Dann wird es wieder ernster: Der Fußweg entlang der Hauptstraße ist defekt. „An vielen Stellen haben Wurzeln das Pflaster angehoben. Für ältere Menschen mit Rollator oder auch für Rollstuhlfahrer ein ernst zunehmendes Problem, welches bald gelöst werden sollte“, erklärt Christian Janz. Weitere Punkte, die sich Thomas Fischer notiert, sind der verbleibende Müll auf dem Wasserwanderrastplatz und die dort fehlenden Toiletten.
Impressionen vom Ortsrundgang durch Neubrück an der Spree

Ortsrundgang Impressionen vom Ortsrundgang durch Neubrück an der Spree

„Gerade in der Hauptsaison vermüllt der Platz häufig und die eine Toilette reicht nicht aus“, erklärt der Ortsvorsteher. Wenn dort 20 Rad- und 30 Wasserwanderer Rast machen, sehe es oft schlimm aus. Die Gäste würden selbst Einmal-Grills mitbringen und nach Gebrauch liegen lassen und sich für Toilettengänge in die Büsche schlagen. Dieses Problem könne beispielsweise mit einem mobilen Toilettenwagen gelöst werden. „Die Anschaffung liegt allerdings bei 10.000 Euro. Doch eine Refinanzierung wäre möglich“, so Janz. Sanitärfirmen könnten den Wagen nach Saisonende bei Badsanierungen oder andere Ortsteile in der Karnevalszeit. Eine interessante Idee bestätigt Fischer.

Gelungener Spielplatz

Eine weitere Station ist der Friedhof: Dem Hauptweg täte eine Sanierung gut, er sei insbesondere für Ältere eine Herausforderung. Auch, wer sich um die Kriegsgräber oder Grabstellen die längst abgelaufen sind und verwildern, kümmert, muss geklärt werden. Und an der inzwischen angelegten anonymen Begräbnisstätte fehlt eine Sitzgelegenheit, die zum Verweilen und Innehalten einlädt.
Bänke fehlen auch am neuen Spielplatz direkt an der Spree, der, wie Thomas Fischer betont, sehr gelungen ist. „Und auch sehr gut angenommen wird“, ergänzt der Ortsvorsteher. Die Spielgeräte seien von den Eltern ausgesucht worden. Die Kosten liegen in etwa bei 13.000 Euro. „Dazu die Aufbauarbeit und der spezielle Untergrund aus Fallschutzkies“, erklärt Janz. Alles von Garten- und Landschaftsbau Karl-Heinz Förster gesponsert. „Der Spielplatz ist wirklich richtig gut geworden“, lobt Fischer.
Beeindruckt zeigt sich der Bürgermeister auch vom rekonstruierten Wehr und der Schleuse Neubrück. Im Rahmen der Dauer-Liveübertragung aus dem Fischpass war leider kein Fisch zu beobachten. Dafür präsentierten sich ein paar Galloway-Rinder noch für abschließendes Erinnerungsfoto auf einer benachbarten Koppel.