Das Oster-Spectaculum des kleinen Lebuser Familienunternehmens Carnica-Veranstaltungen ist eine feste Größe in der Region. Bis zum Beginn der Bauarbeiten auf der Burg Beeskow fand es bereits 18 Mal dort statt, „und die meisten der mehrere hundert Mitwirkenden aus ganz Europa mit Schwerpunkt Ungarn, Polen und Tschechien sind seit vielen Jahren immer wieder dabei“, freut sich Sebastian Schulz, der Junior-Chef. Er war vom Aufbau am Donnerstag an ständig mitten im Gewusel, um mit seinem Organisationsteam das Zusammenwirken der Händler, Gastronomen und Programmgestalter zu koordinieren. Die regelmäßigen Besucher kannten sich aus, fanden sie doch viele Mitwirkende auf ihren Stammplätzen. „In Beeskow hat es uns auch sehr gut gefallen“, versichert Sebastian Schulz, „aber hier in Storkow steht uns noch mehr Fläche zur Verfügung“.
Platz kann es nicht genug geben, sowohl auf dem Burghof, wo die Ritterschaft „Panem Cotidianum“ zu Fuß ihre Kämpfe mit Fäusten, Schwertern, Äxten und Morgensternen ausfocht, umringt von klatschenden und anfeuernden Zuschauern. Ihr Chef ist ein Italiener, der in die Show eine Ritterschule eingebaut hat, in der Kinder mittelalterliche Helme aufprobieren können, mal ein schweres Schwert in die Hand bekommen und gegen einen Schildwall der Ritter anrennen dürfen.
Unten auf der Wiese wiederum hatten die 18 Haudegen ihre zehn Zelte zu einem malerischen Ritterlager aufgeschlagen, in dem sie übernachteten und das von den Besuchern besichtigt werden konnte. Auch die acht berittenen „Mandschur-Tengri“ mit ihren Pferden waren im Lager zu finden, vor dem sie Turniere und Kraftspiele zeigten.
Zu den Attraktionen gehörten wie immer Gaukler, die einzeln auftraten und ebenso bei der Nachtfeuershow der Reiter mitwirkten. Zum ersten Mal dabei war das Duo „Opus Furore“, zwei waghalsige und unterhaltsame Akrobaten und Jongleure auf Einrädern. Unter anderem führten sie viermal täglich vor, wie man auf dem Einrad seine Kleidung wechseln kann, ohne dabei umzukippen.
Aus Berlin-Marzahn waren zwei Familien gemeinsam gekommen, vier Erwachsene und vier Kinder. Vater Liebscher verriet, dass das trotz der schlechten Wetterprognose ein ganz spontaner Entschluss gewesen sei. „Wir sind oft auf solchen Märkten, aber das erste Mal hier in Storkow“, erzählte er.
Von überall zogen die verlockendsten  Gerüche von den Buden aus durch die Luft. „Unsere absolute Spezialität ist Lángos, ein in Öl gebackener Teig mit leckerem Obendrauf, zubereitet von einem echten Ungarn“, empfahl Sebastian Schulz. Zu den Anziehungspunkten gehörten ebenso die  Fladenbäcker und der Feldbäcker mit dem Ofen direkt am Stand. Anzustehen brauchte niemand, es gab genug Möglichkeiten, seinen Appetit zu stillen.
Auch dem Burgteam gefalle die „super Kooperation mit Carnica“, so Jenny Jürgens. Diese zeige sich auch beim Gauklerfest, das in diesem Jahr das 7. Mal stattfinden wird. „Für unsere Burg sind diese Veranstaltungen ganz toll, weil sie thematisch gut zu uns passen und viele Besucher anziehen“, wertet die Mitarbeiterin der Tourist-Information aus.