Seitdem Steffen Kukral aus dem Sudan zurück ist, verfolgt er die Olympischen Winterspiele im TV mit ganz anderen Augen. Schließlich waren er und sein Team, darunter auch Lebensgefährtin Angela Breme, selbst Repräsentaten der Bundesrepublik bei einem internationalen Wettkampf: Der Qualifikation für den Weltcup im Tentpegging im Sudan. „Wenn ich sehe, wie bei den Wintersportlern die Fahne hochgezogen und die Nationalhymne gespielt wird, kann ich mit den Athleten richtig gut mitfühlen.“  Angela Breme, Anna Schmidt-Pauly Ilka Evers, Steffen Kukral und und Christian Dietzel haben in Sudans Hauptstadt Khartoum gegen starke Gegner den dritten Platz und damit die Bronzemedaille für Deutschland erreicht. Besonders stolz ist Kukral, das Team aus Marokko ausgestochen zu haben. „In Marokko ist Tentpegging sehr viel bekannter, als hier bei uns, das Reservoir an Sportlern ist um ein vielfaches größer, als in Deutschland.“ Sieger in der Quali-Runde wurden die Südafrikaner, Silber erhielt die sudanesische Mannschaft. Beide ziehen nun in den Weltcup ein.
Das deutsche Team mit den beiden Krügersdorfern hatte das erste mal an der Vorrunde eines Weltcups in der Reitsportart teilgenommen. „Dass wir es bei der Premiere gleich aufs Treppchen geschafft haben, freut uns besonders, sagt Kukral, der auch Vorsitzender des Deutschen Tentpegging-Verbands ist. Unmittelbar nach der Quali im Sudan flogen Kukral, Angela Breme und Christian Dietzel  nach Oman weiter, wo die Generalversammlung des internationalen Tentpegging-Verbands tagte. Die Delegation vertraten auch hier die Bundesrepublik Deutschland.
Tentpegging ist der Oberbegriff für bestimmte Disziplinen im Geschicklichkeitsreiten. In der namensgebenden Urversion werden mit Hilfe einer Lanze im vollen Galopp  Pflöcke (Pegs) aufgespießt. Bringt der Reiter sie mit ins Ziel gibt es sechs Punkte, trifft er sie vier Punkte, streift er sie nur bekommt er zwei Punkte. Es gibt auch eine Versionen mit hängenden Orangen, die in vollem Ritt per Säbel geköpft werden. Der Sport ist in vielen Ländern sehr bekannt, darunter in Staaten des ehemaligen Commonwealth, beziehungsweise in den ehemaligen britischen Kolonien. In Deutschland genießt der Sport noch Exotenstatus.
In Krügersdorf findet das Training Sonnabends ab 15 Uhr statt, sofern der Boden nicht aufgeweicht ist. Zuschauer und mutige „Ausprobierer“ seien jederzeit willkommen, so Kukral, der seit 16 Jahren als Pferdetrainer arbeitet und auch Seminare in Pferdehaltung, fachmännisch „Horsemanship“ gibt.
Kontakt: Tel. 03366 253750; kukral@gmx.de