Aus diesen Recherchen heraus entstand ihr Buch „Kultur braucht Orte. Brandenburg (k)ein Kulturland“, über das sie gestern mit Hilfe von Lichtbildern vor rund 60 Gästen auf der Burg Storkow sprach. Unter den Interessierten befanden sich auch Mitglieder der Grünheider Gesellschaft für Kulturgüter im ländlichen Raum, aber auch einige Bürgermeister von Orten, die trotz schwacher Kassenlage um die Erhaltung der Kulturschätze ihrer Gemeinden kämpfen, sowie Mitglieder von Heimatvereinen und Initiativen zum Schutz bedrohter historischer Bauten.
Ihre Rundreise durch Brandenburg führte die Autorin zu 48 Orten, darunter 21 „schöne Orte, einstige Herrensitze, die in vielfältiger Weise heutige Kulturorte sind“, 22 „schöne und vergessene Orte, einstige Herrensitze, Gutshäuser und Schlösser“ sowie sechs von der Ausweitung des Tagebaus oder von der CO2-Verpressung bedrohte Orte.
Aus dem Landkreis Oder-Spree ist beispielsweise Steinhöfel dabei, „das dafür steht, dass man die alten Gebäude in das Heute hineinziehen kann“. Ein freudiges Erlebnis war für sie, dass das Schloss Heinersdorf mit seinen wertvollen Stuckdecken endlich saniert wird. So ging Hildegard Vera Kaethner mit ihrem Mann beim Bürgermeister Wolfgang Funke der Frage nach, wie es gelingen konnte, damit zu beginnen.
Ebenso aber stellten beide die Frage, warum etwas verfällt. Damit waren sie dann, wie die Autorin sagte, „im bösen Teil“ ihres Buches. Hier klagt sie Denkmalbehörden, Gemeinden, die Regierung Brandenburg und andere an, die dem Denkmalschutz mit Ignoranz begegnen.
Infos: www.gesellschaft-für-kulturgüter.de, Bestellung zum Preis von 15 Euro über spaetblau.hb@web.de