Mittwochnacht (21.10.) wurde die Polizei gegen 23.40 Uhr in die Storkower Straße in Beeskow gerufen. Aus einer dort gelegenen Spielothek war kurz zuvor ein Raub gemeldet worden. Nach ersten Erkenntnissen betraten etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht zwei Männer mit Mundschutz das Objekt und mischten sich unter die wenigen anwesenden Gäste.

Drohgebärde und Geldforderung

Einer der Neuankömmlinge ging in den Bereich der Automaten, während sein Begleiter am Tresen blieb. Die erste Person zog einen pistolenähnlichen Gegenstand hervor, bedrohte damit einen der Anwesenden und forderte Geld. Anschließend flüchteten die beiden Räuber zunächst unerkannt.
Mit einer sehr guten Personenbeschreibung versehen, machte sich die Polizei an die Fahndung. Auch Beamte der Fahndungsgruppe Frankfurt (Oder) beteiligten sich daran. Diese Fahndungsgruppe besteht jeweils zur Hälfte aus Beamten der Landes- und der Bundespolizei. Tatsächlich konnte einer ihrer Streifen auf der B 87, Abfahrt Müllrose, einen BMW der Dreier-Reihe ausfindig machen.
Im Fahrzeug saßen zu diesem Zeitpunkt zwei Männer, auf welche die Personenbeschreibung passte. Mit Unterstützung von Bereitschaftspolizisten hielten die Beamten das Fahrzeug an und besahen sich die Insassen und das Auto näher. Es fanden sich nicht nur eine Schreckschusswaffe, sondern auch das geraubte Geld sowie weitere Bekleidungsgegenstände, die genau auf die Beschreibung der Täter passten.

Nacht auf der Wache

Für die beiden mutmaßlichen Räuber, einen 19 Jahre alten gebürtigen Syrer sowie seinen 25-jährigen in der Ukraine geborenen Komplizen, endete die Nacht mit ihrer Festnahme. Sie sitzen nun Kriminalisten der Direktion Ost gegenüber, die auf Raubstraftaten spezialisiert sind. Die Ermittlungen dauern gegenwärtig noch an.