Dritter wurde mit dem Storkower SC der Gewinner der vergangenen beiden Jahre mit einem 5:4 im Spiel um Platz 3 gegen Gastgeber Preußen Beeskow. Da die Storkower den dritten Triumph in Folge verpassten, geht der große Wanderpokal weiter auf die Runde der Sieger - und dieses Mal eben an den Wintercup-Stammgast Müllroser SV. Bei der 18.Teilnahme war der Sieg übrigens eine Premiere für den MSV.
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"Dass ich das noch erleben darf, habe ich kaum für möglich gehalten. Eine prima Leistung unserer Jungs", freute sich dann auch Müllroses Trainer Ronny Schulze, für dessen Team es das einzige Hallenturnier war. Die Vorbereitung auf die Rückrunde in der Landesklasse Ost startet der MSV in dieser Woche. Allerdings äußerte Schulze zum Wintercup auch Kritik an der Mannschaft der gastgebenden Preußen, "die sich diesmal leider nicht als guter Gastgeber auf dem Spielfeld gezeigt hat".
In der Tat hat sich das Preußen-Team mit seinen Ausrastern im Halbfinale gegen die BSG Pneumant (1:2) als schlechter Verlierer erwiesen, was sich zunächst in einer Roten Karte für Beeskow und dann in Handgreiflichkeiten mit Fürstenwalder Spielern zum Ende hin äußerte. "Da sind Emotionen hoch gekommen, wobei auch unsere Spieler überreagiert haben. Das tut uns leid", sagte Chris Krüger, Trainerassistent bei der BSG Pneumant. Und Jörg Larski, Turnier-Mitorganisator und Abteilungsleiter Fußball bei den Preußen, war mächtig sauer. "Es ist mehr als unschön, dass sich das Gastgeberteam so gehen ließ. Wir entschuldigen uns für diese Entgleisungen unserer Mannschaft", sagte er.
Klar, dass dies einen etwas faden Beigeschmack zum ansonsten sehr gut organisierten und spielerisch zum Teil auf hohem Niveau stehenden Turnier hinterlässt. "Es war eine gute Veranstaltung mit einer prima Kulisse und einem stark spielenden Neuling Pneumant Fürstenwalde sowie leider aber auch mit manchmal zu großen Emotionen", schätzte Volker Rudolph, zum 18. Mal Hallensprecher beim Preußen-Wintercup, ein. "In dem überraschenden Finale hat sich Müllrose den Sieg und den Pokal redlich verdient." Der Gewinner hatte sich nach einem 2:2 in den regulären zwölf Minuten des ersten Halbfinals im Neun-Meter-Schießen mit 3:2 gegen den Cup-Verteidiger Storkower SC durchgesetzt.
Jörg Larski bedankte sich bei den Mannschaften, den Schiedsrichtern, der Turnierleitung um Eberhard Huse und Volker Rudolph sowie bei allen Helfern für ihren prima Einsatz.
Erstmals Sieger: das Team des Müllroser SV mit der Trophäe
Müllroser SV gewinnt erstmals den Pokal / 5:1 im Finale gegen Pneumant / Beeskow Vierter hinter Storkow