Die größte Resonanz hatte wie immer die kurze Strecke gefunden. Knapp 250 Grundschüler aus der Stadt und der Region wetteiferten um die besten zeiten für die Mannschaftswertung, hinzu kamen nochmal etwa 60 Jugendliche und Erwachsene, Lehrer, Trainer und Eltern, die zum teil als Begleiter und Motivatoren fungierten, oder aber die Gelegenheit nutzten, sich endlich auch mal wieder ein wenig sportlich zu betätigen, und wenn es auch nur etwas mehr als eine Viertelstunde war. Für die ungeübten Läufer bei den fast hochsommerlichen Bedingungen anstrengend genug.
278 Aktive absolvierten anschließend zwei, 76 sogar vier Runden, boten dabei ein buntes Bild. Jede Menge VereinsTrikots waren da im Feld zu sehen, aber auch die beliebten Teilnehmer-Shirts zum Beispiel vom Berliner Frauen- und vom Potsdamer Schlösser-Lauf diverser Jahrgänge, vom Run&Bike in Neuzelle und vom Spreewald-Marathon. Und natürlich durfte eine Woche vor dem EM-Start auch ein Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nicht fehlen.
Was die Beeskower Veranstaltung so besonders macht, beschrieb Marco Terei, wie im Vorjahr Schnellster über 10 Kilo-meter. "Sehr gut organisiert, tolle Stimmung, eine angenehme Strecke - rundum ein gelungener Lauf", sagte der Bad Freienwalder vom Team Königshöhe. Dahinter verbirgt sich übrigens der Name jener Straße in der Kurstadt, in der die Tereis wohnen. "Und das Team ist im Wesentlichen unsere Familie, manchmal rennen auch noch ein paar Nachbarjungs mit", erzählte der Hobbyläufer, der sich für seine Wettkämpfe gern "einen schnellen Zehner" aussucht und nur eine Austragung in Beeskow verpasst hat, nach der Siegerehrung.
Die endete mit einer Dankesrede und zwei Präsenten von Bürgermeister Frank Steffen für Philipp Pohle, den Chef des Organisations-Teams der Leichtathleten des SV Preußen, der sich nach dem kleinen Jubiläum auf sein Studium konzentrieren wird. Quasi nach dem letzten Händeschütteln machte er sich auf nach Lübeck, wo es am Montag früh um acht eine Klausur im Fach Innere Medizin zu schreiben galt. "Ich bin mir sicher, dass es auch im nächsten Jahr einen Altstadtlauf geben wird", sagte der 23-Jährige zum Abschied.