Renate Guhl, seit 2005 die Vorsitzende des Storkower Seniorenverbandes, hielt einen Rückblick. Anschließend wurden die vielen Auszeichnungen für die besonders Aktiven vorgenommen und auch für die 16 noch ständig vertretenen Gründungsmitglieder.
„Wer kann schon mit 65, 70, 80 noch einmal seinen 20. Geburtstag feiern?“, scherzte Bürgermeisterin Christina Gericke. „Das kann man nur als Mitglied eines Vereines.“ Sie gehörte wie der Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt, Jürgen Näther, und die Vorsitzende des Vereins Friedensdorf, in dessen Räumen die Senioren seit 1996 ihre Heimstatt haben, zu den Ehrengästen.
„Die Stadt wäre wesentlich ärmer, wenn es euch nicht gäbe“, fuhr sie fort und zählte einige der herausragenden Verdienste auf. Dazu gehören der Aufbau der deutsch-polnischen Städtepartnerschaft und die Erarbeitung der deutsch-polnischen Zeitzeugenbroschüre „Brücken bauen“, letztere ein Verdienst von Horst König. Er war 15 Jahre lang der Vorsitzende und mit Rudi Fessel der Initiator der Gründung einer Ortsgruppe des Bundes der Ruheständler und Hinterbliebenen (BRH) gewesen, der 2008 in den Brandenburgischen Seniorenverband (BSV) umgewandelt wurde, welcher Mitglied im Seniorenrat des Landes Brandenburg ist.
Das Hauptziel der 29 Gründungsmitglieder war, wie Renate Guhl in ihrer Festrede ausführte, „gegen die eingetretene soziale Ungerechtigkeit im Rentenrecht zu kämpfen und für alle Mitglieder eine den Gesetzen der Bundesrepublik entsprechende Lösung ihrer Lage zu sichern“. Das Motto lautete damals: „Der BRH – eine starke Gemeinschaft, und keiner bleibt allein im Alter.“
Daran hat sich auch unter einer anderen Dachorganisation nichts geändert. Bei einem regen Vereinsleben konnten schon zum 10. Geburtstag 100 Mitglieder verbucht werden, aktuell sind es 
117 Mitglieder. Und der Vorsitzenden ist bewusst: „Das zeichnet unseren Verein im besonderen Maße aus. Jeder von uns hat schon zum Gelingen der verschiedenen Veranstaltungen beigetragen. Der eine mehr, und der andere weniger. Allen fleißigen Helfern sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für ihre Arbeit zum Wohle des Vereins ausgesprochen.“
In ihrem Toast schaute Renate Guhl vorwärts: „Wir werden auch in Zukunft gemeinsam und zum Wohle aller diesen Verein mit Leben, Freude, Solidarität, Geist und Kultur führen.“ Als Geburtstagsgabe erhielten alle Mitglieder die von Jutta Dietrich, Werner Klapprodt, Gudrun Besch zusammengestellte Festschrift „Storkower Extra-Post. 20 Jahre BSV-Ortsverband Storkow“.