Demnach gibt es für die anstehende Bundestagswahl im Wahlkreis 63 am 22. September sieben Direktkandidaten, die alle männlichen Geschlechts sind. Für die Partei Die Linke geht erneut Thomas Nord ins Rennen, der seit der letzten Bundestagswahl Wahlkreisinhaber ist. Der 1957 geborene Frankfurter, der sich 2009 gegen Jörg Vogelsänger (SPD) durchgesetzt hatte, gilt auch in dieser Wahl als aussichtsreicher Kandidat, selbst wenn er das Direktmandat nicht erringen sollte. Denn mit Platz zwei auf der Landesliste seiner Partei hat er formal gesehen gute Chancen, in den Bundestag gewählt zu werden. Bei der letzten Bundestagswahl gelangten vier Abgeordnete direkt und zwei über die Liste ins Parlament.
Von der SPD wurde Lars Wendland als Direktkandidat aufgestellt und vom Wahlausschuss bestätigt. Der 1973 geborene Bundespolizist aus Brieskow-Finkenheerd steht auf Platz sieben der Landesliste seiner Partei.
Die CDU schickt Frankfurts Ex-Bürgermeister Martin Patzelt ins Rennen. Der 1947 geborene Pensionär kann zumindest in Frankfurt (Oder) mit seiner Bekanntheit punkten, mit Platz zehn auf der Landesliste seiner Partei hat er jedoch eine eher schwierige Position. Bündnis90/Die Grünen haben Jörg Gleisenstein als ihren Direktkandidaten für den Wahlkreis 63 benannt. Der 1973 geborene Kandidat ist Diplomingenieur und wohnt in Frankfurt (Oder).
Die FDP schickt Rolf Offermann ins Rennen. Der Kandidat wurde 1960 geboren, ist von Beruf Diplom-Rechtspfleger und wohnt in Frankfurt (Oder).
Die NPD tritt mit Klaus Beier als Direktkandidat bei der Bundestagswahl an. Beier vertritt gleichzeitig Position eins der Landesliste seiner Partei. Bayer wurde 1966 geboren, ist kaufmännischer Angestellter und lebt in Reichenwalde.
Die Piraten haben für den Wahlkreis Oder-Spree/Frankfurt (Oder) Martin Hampel aufgestellt. Der 1980 Geborene ist der jüngste Direktkandidat im Wahlkreis, lebt und arbeitet als Medienpädagoge in Frankfurt. Hampel trat 2010 als Bürgermeisterkandidat in Frankfurt an.
Mit der Bestätigung der Direktkandidaten und der Landeslisten, die ebenfalls am Freitag von Landeswahlausschuss in Sack und Tüten gebracht wurden, können die Wahlbehörden vor Ort nun den Druck der Stimmzettel in Auftrag geben. "Außerdem werden wir die Briefwahlunterlagen bestellen und an die Gemeinden verteilen", teilte der Kreiswahlleiter Michael Buhrke mit. Den Beginn der Briefwahl werde der Kreiswahlausschuss noch öffentlich bekanntgeben.
Die Zahl der wahlberechtigten Personen im Wahlkreis 63 könne noch nicht benannt werden, da hierfür die letzte "Freitagsmeldung" der Meldebehörden herangezogen werde, so der Kreiswahlleiter. Bei der letzten Bundestagswahl gab es im Wahlkreis Oder-Spree/Frankfurt-Oder, der damals übrigens "Wahlkreis 64" war, 208 525 Wahlberechtigte.
Kreiswahlausschuss bestätigt aufgestellte Direktkandidaten