In Storkow wird der 27-jährige Berliner, der als Trainer die B-Lizenz besitzt und sich auf seiner erste Männermannschaft als Coach freut, Bernd "Benno" Witzke an der Seite haben. Der 55-Jährige wird sich weiter als Co-Trainer und Sportlicher Leiter wie bereits seit vielen Jahren um die Mannschaft kümmern.
Letzteres ist nach Ansicht von Andreas Lübbehusen auch ganz wichtig für das Team. "Dank der akribischen Arbeit von Benno, die er mit Spaß und voller Kraft macht, musste ich mir keine Gedanken darüber machen, ob alles läuft. Dafür sind ihm alle sehr dankbar", erklärt der 52-Jährige, der in seine alte niedersächsische Heimat Vechta (Oldenburg/Münsterland) zurückkehren will - "aus privaten und familiären Gründen". Sein Motto: "Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören."
Und schön war es für den Lehrer am Bernhardinum Fürstenwalde mit der ersten Männermannschaft, die er im Herbst 2012 übernommen hatte, und in den drei Jahren zuvor mit den A- und B-Junioren. Der A-Lizenz-Trainer hat in Storkow sein Projekt, wie er es bezeichnet, auch erfolgreich beendet. Mit den Männern wurde er zweimal Kreispokalgewinner und schaffte in der vorigen Saison als Staffelsieger in der Landesklasse Ost den Aufstieg in die Landesliga Süd. "Und dort war unser Ziel von Anfang an, den Klassenerhalt zu stemmen", sagt Lübbehusen. Mission erfüllt, bleibt am Ende festzuhalten.
Und das nicht immer unter leichten Umständen, denn in der gesamten Saison konnte er in keiner Partie mit der gleichen Formation spielen lassen - Krankheit, Verletzung, Arbeit oder Studium waren die Gründe dafür. Doch die Mannschaft hat sich in den Jahren unter seinen Fittichen nicht nur spielerisch weiterentwickelt, sondern auch gefestigt und ist als Team zusammengewachsen. "Dies, die familiäre Atmosphäre im Verein und die Unterstützung durch den Vorstand haben mit dazu beigetragen, dass wir unser Ziel erreicht haben", sagt Andreas Lübbehusen.
Und darin bezieht er auch vor allem seinen Co-Trainer Jochen Meyer ein, mit dem er bereits bei den Storkower Junioren-Teams zusammengearbeitet hat. "Jochen war eine überragende Ergänzung für mich. Ohne ihn hätte ich die Arbeit in Storkow nicht so erfolgreich machen können. Ich bin stolz darauf, mit ihm etwas bewirkt zu haben."
Dem aus dem Erzgebirge stammenden Meyer, der Küchenleiter im Storkower Seniorenheim ist, hat die Arbeit mit Lübbehusen beim SSC ebenfalls viel Spaß gemacht. "Die Mannschaft bescherte mir mit dem Klassenerhalt ein schönes Geschenk. Jetzt werde ich meiner Frau wieder mehr Zeit widmen", erklärt Jochen Meyer, der vorige Woche bei sich daheim mit dem Team seinen 50.Geburtstag feierte.
Die Abschiedsfete wird es für Meyer und Lübbehusen aber sicherlich erst am Sonnabend nach dem Spiel gegen den 1.FC Guben geben. Und bestimmt auch die eine oder andere Träne bei allen Beteiligten. "Der Vorstand und der gesamte Verein bedanken sich ganz herzlich bei Andreas und Jochen für die langjährige hervorragende Arbeit. Wir wünschen beiden familiär und beruflich alles Gute", sagt Lucas Habermann, Abteilungsleiter Fußball beim SSC.
Und Andreas Lübbehusen, der seit 30 Jahren als Trainer unterwegs ist und nach einer gewissen Auszeit diesen Job wieder machen will, sagt: "Die Zeit beim Storkower SC war das Beste, was ich gemacht habe."