Nach vier Stunden Beratung steht es fest: Die Kreisstadt bekommt eine „Burgschreiberin zu Beeskow“. Es ist die 1964 in Dresden geborene Martine Lombard. Bevor der Name auf der bekannt gegeben wurde, dauerte es. „Wir konnten unsere Favoritin noch nicht kontaktieren“, erklärt Arnold Bischinger, Leiter des Kultur- und Sportamtes, der Burg Beeskow nach der Jurysitzung. Erst einige Stunden später gelang das.

50 eingegangene Bewerbungen

Um 13 Uhr trat die Jury auf der Burg zusammen, um aus den 50 eingegangenen Bewerbungen einen neuen Burgschreiber zu wählen. Die Entscheidung fiel dem Juroren-Team, zu dem auch Stefan Hornbach (Burgschreiber 2019/20), Frank Steffen (Bürgermeister Beeskow, der MOZ-Kulturjournalist Peter Liebers sowie Magdalena Paluska vom Kleist-Museum Frankfurt (Oder) gehörte, nicht leicht. Moderiert wurde das Auswahlverfahren von Arnold Bischinger.

Projekte verwirklichen

Das Amt „Burgschreiber/in zu Beeskow“ (seit 1993) wird vom Landkreis Oder-Spree und der Stadt Beeskow für die Dauer von 5 Monaten ausgeschrieben (Januar bis Mai 2021). Es ist mit einem Förderstipendium in Höhe von 5000 Euro sowie freiem Wohn- und Arbeitsraum auf der Burg Beeskow verbunden. Das Stipendium ermöglicht der Burgschreiberin, eigene literarische Vorhaben umzusetzen. Wünschenswert ist dabei die Bereitschaft zum aktiven Austausch zwischen Burgschreiberin, Stadt und Region.
Die Burg unterstützt die Burgschreiberin, eigene Vorstellungen und Ideen für Projekte vor Ort zu verwirklichen, beispielsweise in Form von Lesungen, in Zusammenarbeit mit Schulen und/oder kulturellen Einrichtungen sowie der lokalen Presse. Für die Amtsinhaberin besteht für die Dauer des Stipendiums grundsätzlich Residenzpflicht. Eine am 9. Januar 2021 geplante Antritts- und am 28. Mai 2021 geplante Abschlusslesung sind wahrzunehmen. Martine Lombard wird also Anfang kommenden Jahres in Beeskow erwartet.