Am Mittwoch rief Herr Fröhlich an. Er sei Polizist und ermittle wegen der vielen Wohnungseinbrüche in der Nachbarschaft, erklärte er dem Beeskower am anderen Ende der Leitung. Er müsse nun auch wissen, wie viel Geld der Mann im Haus habe, ob es andere Wertgegenstände gebe. Der Mann ließ sich jedoch auf kein weiteres Gespräch ein, legte auf und informierte die echte Polizei.

Fünfstellige Beträge werden erbeutet

Nur zwei Tage vorher hatte das Telefon bei einer Beeskower Rentnerin geklingelt. Sie habe einen hohen Lottogewinn gemacht, verkündete der Anrufer. Es sei alles sicher, wenn sie eine Gebühr überweise, werde er sich um die Abwicklung der Gewinnauszahlung kümmern, informierte der Anrufer. Die Rentnerin ließ sich nicht ins Bockshorn jagen. Sie legte auf und informierte die Polizei. Die ermittelt nun in beiden Fällen.
Die Maschen sind nur einige von vielen Möglichkeiten des Telefonbetrugs. Und dabei wird viel Geld erbeutet. Ein fünfstelliger Betrag als Beute beim Enkeltrick sei keine Seltenheit, sagt Mario Rengers, Koordinator für Prävention der Polizeiinspektion Oder-Spree/Frankfurt. Angerufen würden bevorzugt Personen, die im Telefonbuch stehen und deren Vorname auf ein höheres Alter deute. Ein neuer Trick seien weinende Anrufer, die so geweckten Emotionen machten es oft noch einmal leichter. Rengers empfiehlt, bei jedem versuchten Fall eine Anzeige aufzugeben. Nur so könne die Polizei schließlich überhaupt ermitteln. Außerdem sollte man immer auflegen, wenn jemand am Telefon für was auch immer Geld verlangt.