Der regionale Markt wird den Fachkräftebedarf nicht decken können, darum wird starker Zuzug erwartet. Aufbauend darauf erläuterte Stadtplaner Timo Fichtner von der Gemeinsamen Landesplanung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung am Montag auf der Sitzung der Regionalversammlung der Regionalen Planungsgemeinschaft Oderland-Spree die Bedarfe, Ziele und Prämissen eines Entwicklungskonzeptes. Wie LOS-Landrat Rolf Lindemann und Grünheides Bürgermeister Arne Christiani begreift er die Ansiedlung als große Chance, aber ebenso große Herausforderung. Besonders angesichts des für Frühjahr 2021 geplanten Produktionsstarts müssten parallel zu dem "anspruchsvollen Genehmigungsverfahren" (Lindemann) auch schnell die Rahmenbedingungen für die künftig 6000 Mitarbeiter geschaffen werden: Wohnungen, Verkehr, Betreuung. Die Diskussion verlief nicht ohne Widerrede: Hildegard Vera Kaethner, parteilos für die Kreis-AfD und in der Gesellschaft für Kulturgüter im ländlichen Raum engagiert, kritisierte in einer emotionalen Meldung, die Bürger seien nicht gefragt worden und Christiani trete deren "Interessen mit Füßen". Diese Polarisierung der Diskussion lehnten die anderen Anwesenden ab.