Die letzten Textzeilen lernen, am Ausdruck feilen, die Kostüme, mit denen die Kinder ihre Rollen selbst gestalten konnten, perfektionieren. Und dann auch noch die fremde Technik, Ton und Licht, im Schützenhaus ausprobieren: Die Technikprobe des Kinderensembles vom Treffpunkt Bühne für die Premiere des Stücks „Wenn ich KönigIn wäre...“ von Corina Rues-Benz ist sowohl für Leiterin Helene Radam als auch die jungen Schauspielenden aufregend.
Welches Kind hat sich nicht schon einmal vorgestellt, als Königin oder König ein eigenes Land zu regieren? Aber wie würde das aussehen? Reich oder arm, stumm oder laut, süß oder salzig? In drei lustigen Geschichten werden Königreiche gezeigt, die zwar zunächst traumhaft scheinen, aber doch an kleinen und großen Problemen und Herausforderungen zu knabbern haben.

Lachend gegen Stereotype vorgehen

„Es ist ein moralisches Stück, aber mit viel Humor“, erklärt Leiterin Radam. Darin werden unter anderem Lösungsansätze zur Überwindung von Geldgier und Vorurteilen angeboten. Beispielsweise müssen in Teil drei Salz- und Zuckerland lernen, dass ihre Horrorvorstellungen voneinander, die sie seit Generationen weitergaben, gar nicht wahr sind.
Seit Januar arbeiteten und probten die zehn Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 13 Jahren an der Inszenierung. Corona-bedingt mussten sie im Frühjahr eine dreimonatige Pause machen, ab Juni konnten wieder Proben unter freiem Himmel und mit Abstand auf dem Burghof stattfinden. Entgegen der Planung kann die Premiere nun aber nicht dort gefeiert werden. Wegen schlechter Wetterprognosen ist das Ensemble mit dem Stück ins Schützenhaus umgezogen.

Info: Premiere am 27. September, 16 Uhr im Schützenhaus Beeskow, Eintritt 5 Euro, Schüler frei