Die Räuber haben den Zaun des Geheges untergraben. „Der Boden ist an der Stelle wegen der Trockenheit steinhart, trotzdem haben die Angreifer ein riesiges Loch gegraben“, so beschreibt der Jäger die Energie, mit der die mutmaßlichen Wölfe zu Werke gingen.
Reischert wundert sich, dass die Pfaffendorfer über den Vorfall von keiner Behörde unterrichtet wurden. Schließlich hat sich der tierische Übergriff bereits in der Nacht zu Dienstag ereignet. „Wenn so etwas mitten im Ort stattfindet, dann möchte man schon informiert werden.“ Immerhin sei ein Rissgutachter vor Ort gewesen, die Kadaver seien zur Untersuchung abgeholt worden. Auch das Ordnungsamt der Gemeinde Rietz-Neuendorf sei informiert gewesen.
Der jüngste Vorfall weckt im Ort Erinnerungen an einen Vorfall im März 2015. Damals waren bei zwei hintereinander erfolgten Angriffen insgesamt sieben Stück Damwild der Agrargenossenschaft Pfaffendorf gerissen worden. Damals wie heute hatten sich die Tiere in einem Gehege aufgehalten. Auf dem Gemeindegebiet ist es in den vergangene Jahren häufiger zu Wolfsrissen gekommen. Mehrmals betroffen war das Wildgattergehege des Guts Hirschaue. Auch Schäfer Maik Östreich aus Görzig hatte bereits Schäden durch Wolfsrisse zu beklagen. (jök)