Im März gab es deshalb einen runden Tisch bei Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger, um über nachhaltige Maßnahmen der Prävention zu diskutieren. "Dabei hieß es, dass es spätestens bis Juli eine Richtlinie geben soll, womit die Antragstellung auf Fördermittel für einen Unterwühlschutz möglich ist", erzählt Staar. Daran gehalten hat sich die Landesregierung jedoch nicht. Für die drei betroffenen Betriebe in der Region ist das enttäuschend. "Auf Nachfragen gab es bis jetzt auch keine Antworten." Wie auch die anderen Betriebe fühlt sich Staar allein gelassen, hatten sie doch auf schnelles Handeln in der Politik gehofft.
Enttäuscht ist er auch deshalb, weil mit der Errichtung eines Elektrozauns schon der erste Schritt seitens der landwirtschaftlichen Unternehmen getan wurde. Beim Aufbau und der Instandhaltung wurden sie dabei vom Landkreis Oder-Spree unterstützt. "Der Arbeitsförderverein und das Jobcenter haben uns über eine Maßnahme Personal an die Seite gestellt", sagt Henrik Staar anerkennend. Ohne deren Hilfe wäre es ihm wie auch den Betrieben in Görzig und Pfaffendorf gar nicht möglich gewesen, sich gerade in der Erntezeit um den Zaun zu kümmern. "Wir sind sehr dankbar, dass dies so schnell und ohne bürokratische Hürden möglich war."