393 Finisher über die Olympische, die Sprintdistanz und beim Einsteiger-Wettbewerb sind beim 15. Storkower Triathlon gezählt worden, hinzu kamen 19 Dreier-Staffeln. Der gastgebende TV Fürstenwalde war mit der Resonanz und dem Verlauf der Jubiläums-austragung allemal zufrieden.
Mario Ziebell steht im Wechselgarten. Mit seiner Warnweste, die ihn als Jury-Mitglied ausweist, ist er kaum zu übersehen. Zusammen mit seiner Kampfrichter-Kollegin Anna Schwedler wacht er darüber, dass zwischen den einzelnen Teildisziplinen alles genau nach Regelwerk abläuft. Und das ist beim Triathlon zum Teil arg streng. So darf der Neoprenanzug nach dem Verlassen des Wassers maximal bis zu Hüfte herunter- und erst beim Erreichen des eigenen Rades ausgezogen werden. Dort wiederum muss der Riemen des Helms noch geöffnet, beim Losfahren aber geschlossen sein. Losfahren heißt jedoch konsequent erst nach Ende der Wechselzone, gleiches gilt beim Wieder-Erreichen dieser: absteigen und schieben bis zum Abstellen das Rades, dabei muss der Helmriemen geschlossen bleiben ... Puh, eine ganze Menge, was es für die Ausdauer-Dreikämpfer allein hier zu beachten gilt. Das vorzeitige Öffnen des Kinnriemens ist übrigens laut Ziebell der häufigste Verstoß. „Das passiert selbst den alten Hasen immer mal wieder, wird mit einer Zeitstrafe geahndet, gestaffelt nach der Streckenlänge.“ Über die Olympische Distanz zum Beispiel sind das zehn Sekunden.
Für einige Starter in Storkow ist das Reglement aber neu. Vor allem für jene, die sich beim Einsteiger-Wettkampf – 200  Meter  Schwimmen,  5  Kilometer Rad,  1 km Lauf – versuchen. Okay, das mit dem Neoprenanzug trifft für sie nicht zu. Aber andere Dinge gilt es zu beachten. Zum Beispiel, dass die Wechsel samt des Umziehens ohne fremde Hilfe erfolgen müssen. „Und das hätten wir vielleicht mal üben sollen“, sagt Kathrin Paul aus Neuenhagen lachend. Ihre zehnjährigen Zwillinge – Niklas ist Judoka, Oliver steht beim NHC im Handball-Tor – haben ihren ersten Triathlon dennoch mit Bravour gemeistert. Schwimmen können sie, seit sie sechs waren, „aber das war hier ganz schön schwierig mit so vielen anderen Leuten drumherum. Das Radfahren ging am besten, beim Laufen taten dann allerdings die Beine schon richtig weh. Aber das war bestimmt nicht unser letzter Triathlon“, betonen die Jungs unisono. Zum Mitmachen animiert hat sie übrigens André Poromka aus Berlin, ein Freund der Familie, der seit 2005 dem Ausdauer-Dreikampf frönt „und auch mal Judoka war“. Der 41-jährige finisht den Olympischen als 133. in 2:35:58 Stunden.
206 sind es insgesamt, die nach den 1500 Metern im Storkower See, der doppelten, insgesamt damit 40 km langen Radrunde und den zehn Lauf-Kilometern das Ziel am Storkower Strandbad erreichen, 93 werden im Protokoll für die Berlin-Brandenburgische Meisterschaft geführt. Bester des TVF ist Frank Rieger,  der  als  Gesamt-34. in der Altersklasse M 55 gewinnt (2:15:12).
104 Mitglieder zählt der Triathlonverein Fürstenwalde, sie kommen aus der gesamten Region von Beeskow bis Erkner. Besonders stolz ist Helke Wannewitz, dass sich die Nachwucharbeit endlich etabliert hat. „Das macht mir wirklich viel Freude“, betont der 70 Jahre alte Vereinsvorsitzende. Es ist nämlich gelungen, zweimal wöchentlich ein gemeinsames Training zu organisieren – montags Laufen am Kolpiner See, mittwochs Schwimmen in Kooperation mit dem Fürstenwalder SV im Schwapp –, bei dem zwischen fünf und zehn Jugendliche von 8 bis 16 Jahren dabei sind.