Wegen des Coronavirus ist zurzeit vieles anders als sonst; auf den üblichen symbolischen Banddurchschnitt bei der Eröffnung eines neuen Verkehrsweges wollten die Verantwortlichen am Dienstag aber nicht verzichten. So verteilten sich die Anwesenden über die gesamte neue Mittelinsel samt Querungshilfe nahe der Kreuzung in Dahmsdorf.
Die beiden Bauleiter Dieter Schubert (Kreisverwaltung) und Andreas Porzig (Baufirma Oevermann) standen ganz außen und hielten das weiß-rote Band fest. Dazwischen griffen Scharmützelsee-Amtsdirektor Christian Riecke, der stellvertretende Landrat Sascha Gehm, Verena Nicolaus vom Ingenieurbüro Richter aus Neuzelle, Andree Bartel von der Firma Oevermann und Pierre Labahn als zuständiger Sachgebietsleiter in der Kreisverwaltung zu den Scheren: Der neue Radweg entlang der Kreisstraße zwischen Dahmsdorf und Wendisch Rietz war eröffnet – wenn auch mit einiger Verspätung. Als die Baumaßnahme Anfang Juli begann, lautete das Ziel noch, bis Ende September fertig zu werden.

Lückenschluss für das Radwege-Netz

Knapp eineinhalb Kilometer lang ist die neue Strecke, die in Wendisch Rietz an den dort innerorts bereits bestehenden Radweg anschließt. Gehm bezeichnete die Verbindung in seiner Ansprache als einen wichtigen Lückenschluss im Radwege-Netz, der mehrere Funktionen erfülle. Pendler zum Beispiel könnten nun den Bahnhof in Wendisch Rietz besser erreichen. Wichtig sei sie aber auch für das touristische Radwege-Netz.
Eine Rundtour um den Storkower See ist nun vollständig auf Radwegen möglich. Die Strecke Dahmsdorf–Wendisch Rietz ist zudem Teil mehrerer empfohlener Fahrradtouren: Die 45 Kilometer lange „Adler trifft Zander“-Route führt dort entlang, außerdem die Drei-Seen-Tour um Scharmützelsee, Storkower See und Großen Glubigsee, die Teufelstour und die Oder-Spree-Dahme-Tour.