Lothar Kirmes, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes "Mittlere Spree" begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste daher im Zelt. Darunter Kurt Augustin, Abteilungsleiter Wasser im Brandenburger Umweltministerium, Thomas Avermann, Abteilungsleiter im Landesamt für Umwelt, Landrat Rolf Lindemann und Frank Steffen, Bürgermeister von Beeskow.
Hohe Ansprüche
Augustin bedankt sich im Namen von Axel Vogel, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz bei allen an der Rekonstruktion Beteiligten für die geleistete Arbeit und entschuldigt den Minister, der leider terminlich verhindert war.
"Es ist kaum zu glauben, aber vor zehn Jahren unterzeichnete Axel Vogel, der zu dieser Zeit noch Abteilungsleiter im Umweltministerium, die Planungsunterlagen für die Baumaßnahme." Dass es so lang gedauert habe, liege an den hohen Ansprüchen, denen das Bauwerk im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie, dem Natur- und Hochwasserschutz genügen muss. "Eigentlich habe ich mir vorgestellt, dass heute das Kommando ‚Wasser marsch’ kommt und die Störe den Fischpass durchschwimmen", so Kurt Augustin. "Das ist leider noch nicht möglich gewesen, aber es ist schön, dass die Durchlässigkeit der Spree wieder hergestellt ist."
In die Baumaßnahme seien 14 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmittel geflossen. Auch Landrat Rolf Lindemann war des Lobes voll: "Das rekonstruierte Wehr und die Schleuse stehen Veränderung und Aufbruch. 1909 ging die Anlage in Betrieb, um die Spree schiffbar zu machen." Jetzt sei das Bauwerk modern und vielfältig: "So etwas wird nicht jeden Tag übergeben. Es stärkt den Tourismus und fügt sich als wassertechnischer Baustein in Infrastruktur ein."
Lindemann betonte zudem, dass sich Wehr und Schleuse nicht nur harmonisch in die Landschaft einfügen, sondern dass an dieser Stelle auch ein kleines Reservat für Kleinstlebewesen wie Insekten und Wasservögel erhalten bzw. neu geschaffen wurden – gepaart mit technischem Fortschritt.
Symbolisches Band durchtrennt
Übereinstimmend dankten die Redner all denen, die diese Baumaßnahme gestemmt haben wie dem Wasser- und Bodenverband als Projektleiter, dem Ingenieurbüro Prokon, Ingenieurbüro Döhler, der TWB Tief- und Wasserbau GmbH Boblitz, Stahlwasserbau Beeskow GmbH und der Wol-Tec Automatisierungstechnik GmbH.
Nachdem Lothar Kirmes zu den technischen Details informiert hat, geht es nach draußen, um symbolisch das rot-weiße Band zur offiziellen Übergabe des Bauwerks zu durchtrennen. Auf einem silbernen Tablett bekamen die sechs Akteure Scheren mit "goldenen" Griffen gereicht, mit denen sie gleichzeitig per Schnitt den Weg für die Besichtigung freigeben. Gefeiert wurde mit Sekt und Häppchen.