Auch die Stadtbibliothek, das Bibo-Café Bibka und das Archiv sind weiterhin zugänglich. Ebenfalls offen stehen Kindern und Jugendlichen die Türen des Beeskower Jugendtreffs "Pier 13". "Wir halten uns besonders an den ‚Grippe-Knigge’", sagt Jugend-Team-Leiter Martin Hampel. "Mehr Hygiene und Desinfektion, keine Umarmungen.
Auch ins Kino kann man noch gehen. "Wir öffnen in Bad Saarow und in Beeskow ganz regulär", sagt Schukurama-Betreiber Ralf Schulze. Auch einige kleinere Veranstaltungen gibt es am Wochenende wohl noch, doch die Absagen überwiegen seit Freitag, das öffentliche Leben steht wohl praktisch still.
Burg Beeskow geschlossen
Der öffentliche Betrieb in allen Einrichtungen des Kultur- und Sportamtes des Kreises wird bis einschließlich 19. April eingestellt. Damit bleiben Burg, Kunstarchiv Beeskow und das Dokzentrum Alltagskultur der DDR geschlossen. Und so wenig man die Ausstellungen auf der Burg besuchen kann, so wenig wird es dort Veranstaltungen geben.
Der Förderverein hat des 260. Konzert seiner Reihe "Musik für St. Marien am Sonntag abgesagt. Auch das für den 19. April geplante Konzert fällt aus. Dafür kann man weiter im neuen Burgcafé essen oder ein Glas Wein genießen.
Wer Bücher aus der Fahrbibliothek des Kreises hat, darf die auch längere Zeit behalten. Der Bücherbus rollt erst einmal nicht weiter, auch die erste Landung des Lese-Ufos Anfang Mai ist abgesagt. Großveranstaltungen sind zudem über den Schließungszeitraum hinaus gestrichen. Hollefest und Hexennacht auf der Burg betrifft das auch. Am Dienstag kommender Woche wird Bürgermeister Frank Steffen mit den Organisatoren des Beeskower Stadtfestes zusammenkommen. Wird es stattfinden? "Die Tendenz geht zur Absage", sagt Steffen.
Die Verwaltungen sehen sich derweil weiter voll arbeitsfähig. Für den Montag hat Landrat Rolf Lindemann eine Zusammenkunft mit allen Bürgermeistern und Amtsdirektoren anberaumt. Ein Thema wird sein, wie Verwaltungsarbeit und Kinderbetreuung abgesichert werden, wenn Schulen und Kitas geschlossen haben. Michael Buhrke, Finanzchef des Kreises und auch für den Katastrophenschutz zuständig, hat am Freitag mit seinem Stab beraten. Man sei gut gerüstet. DRK und Johanniter stünden bereit, wenn es notwendig werde, Menschen in häuslicher Isolation zu versorgen. Bislang sei das aber nicht notwendig. Man verfüge auch über die notwendigen Schutzausrüstungen, könne damit auch die Praxen niedergelassener Ärzte ausstatten.
Die Infohotline des Gesundheitsamtes ist am Wochenende derweil nicht erreichbar. Dafür sieht der Kreis aktuell noch keine Notwendigkeit. Man müsse auch die Kräfte schonen für den Fall und die Zeit, wenn mehr Personen erkranken, erklärte der Landrat. Offiziell seien weiter nur vier Corona-Fälle im Kreis bestätigt. Ab Montag 8 Uhr steht aber auch das Infotelefon wieder bereit.

Veranstaltungsabsagen und Hilfsangebote


Sonnabend:Flohmarkt im Spreepark; Vernissage "Ab aufs Land", Burg Friedland; Ausstellungseröffnung "Alle in die Kunst" auf der Burg Beeskow; Fastnacht in Pieskow; Jugendfastnacht Groß Rietz; Bowlingturnier der Gemeinde Rietz-Neuendorf; 2. Pflanzkartoffel- und Saatgutbörse, Burg Storkow. Die Veranstaltungen finden alle NICHT statt. Das Burg-Café ist geöffnet

Weitere Ausfälle:260. Konzert der Reihe "Musik für St. Marien" mit Werken von Johannes Bahms und Arvo Pärt (findet NICHT statt); 21. März: Fastnachtscontest in Lindenberg

Infotelefon: Das Heliosklinikum Bad Saarow hat unter 0800 8123456 eine kostenfreie Beratungshotline eingerichtet, die rund um die Uhr zu erreichen ist. Dort kann man alle Fragen rund um Corona stellen. Selbst Videosprechstunden sind möglich. Die Beratungsnummer des Kreisgesundheitsamtes Oder-Spree ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unter 03366 352002 erreichbar. Bis zu zehn Mitarbeiter stehen dort für anrufe bereit. Die Kreisverwaltung bittet darum, von allgemeinen Anfragen abzusehen und sich nur bei einem wirklichen Krankheitsverdacht zu melden. Wer Symptome feststellt sollte den ärztlichen Bereitschaftsdienst  116 117 kontaktieren und nicht direkt in eine Praxis gehen.