Am Ende stimmte sogar Bürgermeister Frank Steffen gegen seinen eigenen Antrag. Er hatte für die Verwaltung vorgeschlagen, die wesentlichen im Bezug für den Windpark Schneeberg stehenden Beschlüsse aufzuheben. Es ging um die Änderung des Flächennutzungsplans, Veränderungssperren, die B-Plan-Aufstellung und Vorkaufsrechte. Es scheine aus Sicht der Verwaltung sinnvoll, grundsätzlich zu der Planungen eine Entscheidung zu treffen, so der Bürgermeister. Immer wieder waren zuletzt die Überlegungen und Vorschläge der Stadtverwaltung in Zweifel gezogen worden.

Windpark sorgt für Diskussionen

In Schneeberg sorgt der geplante Windpark seit Jahren für Diskussionen. Möglich wird er durch den bereits bestätigten Regionalplan Wind. Allerdings laufen gegen diesen Plan auch Klagen. Wenn es aber einen B-Plan gebe, werde der Windpark auch möglich, wenn der Regionalplan wieder aufgehoben werde.
Wie die Rechtssprechung am Ende ausgehen wird, ist aber völlig offen. Ein Rechtsgutachten, das zum Schluss kommt, dass der kommunale Einfluss auf ein solches Vorhaben über ein Planungsinstrument, wie es der B-Plan ist, noch immer am besten sei, überzeugte dann wohl auch den letzten Stadtverordneten. Viele Fraktionen hatten schon im Vorfeld erklärt, sich bei der Abstimmung nach dem Willen der Bürger des Beeskower Ortsteils zu richten.
Bürgermeister Frank Steffen sicherte dem Ortsvorsteher auf der Sitzung zudem mehrfach zu, dass vor den Entscheidungen zu den Plänen und selbst vor der Abwägung aller Einwände noch einmal eine Einwohnerversammlung zum Thema in Schneeberg durchgeführt wird.