Bürgermeister Frank Steffen hat zugesichert, dass die Stadtverordneten auf ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr darüber entscheiden. Er sieht keine Schwierigkeiten der Genehmigung. Im Gegenteil, die Stadt werde die Händler unterstützen, wo dies möglich sei. Ein ganz konkretes neues Angebot gibt es bereits. Mit Laura Beister vom Tourismusverein Scharmützelssee  habe er abgestimmt, dass "Beeskow radelt an" im kommenden Jahr parallel zum Frühlingsmarkt stattfindet und die verschiedenen Touren der Radler zwischen 13 und 14 Uhr im Beeskower Zentrum enden werden. Das bringe zusätzliche Besucher in die Kreisstadt. Mit dem Blumen- und Pflanzenmarkt und den offenen Geschäften könne man den Gästen zudem eine attraktive Innenstadt bieten.
Attraktiv sei der Einkaufssonntag aber nur, wenn alle mitmachen. Darauf weist Bastian Gierke von Herrenmoden Krumnow hin. Er zeigt sich enttäuscht, dass sich immer weniger Einzelhändler beteiligen. Ganze 17 sind es noch am 3. Adventssonntag. "Wir können doch nicht über eine tote Innenstadt und zu wenig Kundschaft klagen, wenn wir den Leuten nichts bieten", sagt Gierke. Das Argument, dass einige Geschäftsinhaber nicht auch noch am Sonntag hinter dem Ladentisch stehen wollen, zählt für ihn nicht. "Wir sind Händler, verdienen so unser Geld. Und das Weihnachtsgeschäft ist umsatzstark. Außerdem sind vier Sonntage im Jahr doch zumutbar", sagt er.
Auf mehr Mitstreiter am Einkaufssonntag hofft auch Altstadtmanagerin Kerstin Müller. Sie unterstützt die Aktion. Mit einem Plakat im Schaufenster werben alle Teilnehmer für den Einkaufssonntag. Und wer am 3. Advent durch die Innenstadt bummelt, wird zudem mit einer Feuershow belohnt. Ab 16 Uhr tritt die Sternenstaub-Gruppe aus Fürstenwalde auf.